28. Dezember 2014, 09:50 Uhr | Aktualisiert vor - min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 02.04.2012 um 18:59 UhrKommentare

Österliches Hoch an der Zapfsäule

Der März war für Autofahrer der teuerste Monat aller Zeiten. Wer sucht und vergleicht, kann bis zu zwölf Euro pro Tankfüllung sparen - aber billig wird das Tanken wohl nie mehr.

Foto © Helmut Weichselbraun

Pünktlich wie der Osterhase kommt jedes Jahr die Teuerung an der Zapfsäule. Mit bis zu 1,599 Euro pro Liter Diesel und 1,649 Euro für den Liter Super 95 haben die Spritpreise diese Woche Höhen erklommen, die noch vor einem Jahr undenkbar waren. Die genannten Spitzenpreise wurden auf Autobahntankstellen verlangt, weshalb ÖAMTC-Volkswirtschaftlerin Elisabeth Brandau auch rät, solche Tankstellen zu meiden.

Die günstigsten Preise in Österreich lagen gestern bei 1,357 beziehungsweise 1,414 Euro. Wer sucht, kann derzeit laut Experten pro Tankfüllung bis zu zwölf Euro sparen - vorausgesetzt er verbrennt beim Suchen nicht unnötig Sprit. Die Internet-Adresse spritpreisrechner.at empfiehlt sich. "In der Früh im Internet nachsehen", empfiehlt ÖAMTC-Sprecher Hans-Peter Auer.

Wie immer, wenn die Preise steigen, kursieren Aufrufe zum Tankstellenboykott. Experten raten jenen, die auf das Auto angewiesen sind, eher, den Tank nicht leerzufahren und dann zu tanken, sondern schon vorher, wann immer man eine günstige Gelegenheit findet.

In Slowenien sind die Preise übrigens um sechs bis sieben Cent günstiger. In Italien, Frankreich und Deutschland dafür teurer. In Deutschland wird derzeit das österreichische Modell geprüft, dass die Preise nur einmal pro Tag erhöht werden dürfen. Aber selbst Konsumentenschützer sind skeptisch: Das führe zwar zu stabileren, aber tendenziell höheren Preisen.

Der ARBÖ fordert: "Entlastung jetzt!" SPÖ, BZÖ und Arbeiterkammer wollen eine Prüfung durch die Bundeswettbewerbsbehörde, ob sich die Mineralölwirtschaft an den Zapfsäulen nicht zu ausgiebig selbst bedient.

Geht es nach den Umweltschützern, sind die Preise übrigens noch immer zu niedrig und Österreich profitiere von Tanktouristen aus Deutschland und Italien. Aber auch wenn das österliche Preishoch enden wird: "Es wird kein billiges Benzin mehr geben", prophezeit Jurrien Westerhof von Greenpeace. Es sei Zeit, sich zu überlegen, "wie wir ohne auskommen".

  • Druckbare Version anzeigen
  • E-Mail

Zum Thema

FAKTEN

  • In Slowenien tankt man mit Sicherheit billiger als in Österreich. Diesel: 1,343 Euro, Super 95: 1,463 Euro. Alle hier angeführten Preise sind "Richtwerte", also Durchschnittspreise mit Stand 20. März. Sie dürften derzeit etwas höher liegen.

    Deutschland liegt preislich höher. Diesel: 1,514 Euro, Super 95: 1,643 Euro.

    Italien: Diesel: 1,716 Euro, Super 95: 1,806 Euro!

    Schwankungen: Die Preise an den Zapfsäulen variieren oft regional sehr stark. Die Gründe, die von der Mineralölwirtschaft angegeben werden (unterschiedliche Transportkosten etc.) sind oft schwer nachvollziehbar. Oft liegt es an regionaler Konkurrenz. Als in Hartberg ein neuer Diskonter aufsperrte, sanken mit einem Schlag rundum die Preise.

Kommentare

Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

» Kommentar erstellen

Wir weisen darauf hin, dass dieses Forum nicht moderiert wird. Als Nutzer stimmen Sie der Speicherung der von Ihnen angegebenen Daten (Stamm-, Verkehrsdaten, etc.) ausdrücklich zu. Bei der Erstellung von Kommentaren haben Nutzer rechtliche Bestimmungen (zB Privat-, Strafrecht), die Netiquette und Forenregeln einzuhalten. Beschimpfungen, Verspottungen, Belästigungen, Ehrbeleidigungen, etc. sind daher verboten! Beiträge, die diesen Bestimmungen zuwiderlaufen, werden bei Kenntnis gelöscht, Nutzer allenfalls gesperrt. Die angegebenen Daten werden an staatliche Stellen (zB Polizei, Gericht) bei Untersuchung von vom Nutzer verbreiteten Materialien, oder sonst vorgenommenen ungesetzlichen Aktivitäten, weitergegeben. Weiters werden angegebene Daten (Name, Postanschrift und E-Mail-Adresse, jedoch keine Handynummer) an sonstige Dritte bei Verletzung von Rechten oder sofern deren Rechtsverletzung nachvollziehbar behauptet wird (zB gem. § 18 Abs. 4 ECG), weitergegeben. Mit der Erstellung von Kommentaren stimmen Sie dem ausdrücklich zu und verzichten auf die Geltendmachung von jeglichen Ansprüchen. Siehe dazu auch unsere Forenregeln/Betriebsbedingungen in den AGB.

In eigener Sache

  • >> Liebe User!
    • Auf unserer Website gibt es einige Neuerungen. Wichtige Informationen dazu finden Sie HIER.
    • Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: feedback@kleinezeitung.at
      Ihr Kleine Zeitung Team


Testberichte

  • Für Sie unter die Lupe genommen: Gerhard Nöhrer, Didi Hubmann, Karin Riess und Profi-Tester Walter Röhrl testen die neuesten Boliden auf Herz und Nieren.

Kultkisten

  • Von legendären Schönheiten bis hin zu wahnwitzigen Phantasien - Autos mit Kultfaktor im Porträt.