1,4 Millionen Euro im JahrCaritas verliert exklusives Recht auf Münzen aus dem Trevi-Brunnen

Der kürzlich restaurierte Trevi-Brunnen ist ein Touristenmagnet. Im Vorjahr haben Besucher aus der ganzen Welt Münzen im Wert von 1,4 Millionen Euro in das Becken des barocken Bauwerks geworfen.

Trevi-Brunnen © AP
 

Die Caritas hat ihr exklusives Recht auf die Münzen, die Touristen in den römischen Trevi-Brunnen werfen, verloren. Bis 31. März wird die Caritas das Geld aus dem römischen Brunnen noch bekommen, bis dahin will die Gemeinde Rom entscheiden, wie die Münzen künftig verwendet werden sollen, berichteten italienische Medien am Freitag.

1,4 Millionen Euro vergangenes Jahr

Der kürzlich restaurierte Trevi-Brunnen ist ein Touristenmagnet. Im Vorjahr haben Besucher aus der ganzen Welt Münzen im Wert von 1,4 Millionen Euro in das Becken des barocken Bauwerks geworfen. Heuer soll der Betrag noch höher sein. Die Gemeinde Rom versprach, dass das ins Wasser geworfene Geld weiterhin für humanitäre Projekte verwendet werden soll. Seit 2001 bekam die Caritas die Münzen.

Rom-Liebhaber kennen den Brauch. Jeder Urlauber, der sichergehen möchte, in die Ewige Stadt zurückzukehren, muss eine Münze - mit dem Rücken zum Wasser stehend - über die Schulter in den Trevi-Brunnen werfen. Der lukrative Aberglauben existiert seit Jahrzehnten. Das Geld wird einmal pro Woche vom Personal der Stadt eingesammelt und der Caritas gespendet.

Der Trevi-Brunnen, der mit dem Kolosseum und der Spanischen Treppe zu den Wahrzeichen der italienischen Hauptstadt zählt, lukriert mehr Geld als so manches Museum der Metropole. Das nationale römische Museum muss sich etwa mit Jahreseinnahmen in Höhe von 1,1 Millionen Euro "begnügen".

 

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