Auch viele Prominente betroffenFlammen im kalifornischen Bel Air

Heftige Winde haben die verheerenden Buschfeuer in Südkalifornien weiter ausgebreitet.

US-CALIFORNIA-WILDFIRES
Mindestens 2500 Feuerwehrleute waren im Kampf gegen die verschiedenen Brände im Einsatz © APA/AFP/FREDERIC J. BROWN
 

Am schlimmsten wüteten die Flammen im Bezirk Ventura County, wo seit dem Ausbruch der Feuer am Montag nun bereits eine Fläche von mehr als 380 Quadratkilometern abbrannte. Nach Angaben der Behörden vom Donnerstag kämpften dort über 2.500 Feuerwehrleute gegen die Brände an.

15.000 Gebäude seien bedroht, Zehntausende Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben. Das ganze Ausmaß der Schäden war zunächst noch nicht abzusehen. Nach ersten Angaben brannten mindestens 150 Gebäude ab. In einem der betroffenen Gebiete nahe Ojai sei eine Frau nach einem Autounfall tot aufgefunden worden, berichtete die "Los Angeles Times" unter Berufung auf Behörden. Die Todesursache müsse noch geklärt werden, hieß es. Der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti, sprach am Mittwoch von einem "Wunder", dass bisher keine Toten aus den Brandgebieten gemeldet wurden.

Kalifornien: Verheerende Buschbrände bedrohen Luxusvillen

Der US-Bundesstaat Kalifornien kämpft erneut mit verheerenden Buschbränden.

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Nach Angaben der örtlichen Behörden mussten bis Dienstag bereits Zehntausende Menschen ihre Häuser verlassen.

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Mehr als 150 Gebäude wurden demnach bereits zerstört. Mindestens ein Mensch kam durch die Feuer ums Leben.

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Heftige Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h fachten die Flammen an, die auf die Stadt Ventura im Süden des US-Bundesstaats vorrückten.

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Die Aussichten, die Brände rasch unter Kontrolle zu bekommen, seien "nicht gut", sagte der Feuerwehrchef von Ventura County, Mark Lorenzen.  Dies hänge von "Mutter Natur" ab. Mehr als tausend Feuerwehrleute waren im Einsatz.

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Die Flammen erreichten nach Angaben des Feuerwehrchefs bereits den östlichen Stadtrand von Ventura.

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Die Region leidet bereits seit Jahren unter Dürre, was nach Angaben des Feuerwehrchefs die rasante Ausbreitung der Flammen begünstigte.

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Kalifornien war dieses Jahr bereits von verheerenden Bränden heimgesucht worden. Im Oktober kamen bei Flächenbränden in den weiter nördlich gelegenen Weinanbaugebieten mehr als 40 Menschen ums Leben.

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Gleich an mehreren Stellen sind im US-Westküstenstaat Buschfeuer ausgebrochen

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Eines der Feuer bedroht nun auch das Prominenten-Viertel Bel Air.

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In dem Gebiet im Westen von Los Angeles sind nach Angaben der Behörden am Mittwoch mindestens vier Häuser abgebrannt.

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Mehrere Straßenzüge wurden bereits geräumt. Die Feuerwehr hat Anrainer alarmiert, notfalls für eine rasche Evakuierung bereit zu stehen.

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Am Mittwoch näherte sich das sogenannte Skirball-Feuer auch dem berühmten Getty Museum im Westen der Millionen-Metropole.

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Die nahe gelegene Autobahn 405, eine der am meisten befahren Straßen der USA, wurde zeitweise gesperrt.

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Videos in sozialen Netzwerken zeigten eine rote Feuerwand, die sich neben der von dichtem Morgenverkehr befahrenen Autobahn her walzte.

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Ein weiteres Buschfeuer hatte am Mittwoch auch das weltbekannte Reichenviertel Bel Air in Los Angeles erreicht. Die Hügel des Stadtteils waren in dichten Rauch gehüllt. Der Feuerwehr zufolge brannten dort vier Häuser ab, elf wurden beschädigt. Am Donnerstag war das sogenannte Skirball-Feuer erst zu fünf Prozent eingedämmt. Mehr als 700 Häuser in der Gefahrenzone seien geräumt worden. Die Feuerwehr hatte Anrainer alarmiert, notfalls für eine rasche Evakuierung bereit zu stehen.

Auch der deutsche Frederic Prinz von Anhalt, der nach dem Tod seiner Frau Zsa Zsa Gabor vor einem Jahr weiter in der Villa in Bel Air lebt, saß auf gepackten Koffern. "Ich habe wichtige Unterlagen, zwei Gemälde meiner Frau und ihre Urne ins Auto gepackt", sagte der 74-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. "Ich kann den starken Rauch sehen, der in unsere Richtung zieht".

Andere haben das bedrohte Viertel schon verlassen. Sein Moraga-Weingut in den Hügeln von Bel Air sei geräumt worden, teilte der Medien-Mogul Rupert Murdoch dem "Hollywood Reporter" mit. Sänger Lionel Richie twitterte, er helfe seiner Familie dabei, einen "sichereren Ort" zu finden. Unter anderen TV-Star Kim Kardashian dankte den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz.

Internet-Videos zeigten eine rote Feuerwand neben dem Interstate 405, einer der meist befahrenen Autobahnen der USA. Sie führt auch direkt an dem Hang mit dem weltberühmten Getty-Kunstmuseum im Westen von Los Angeles vorbei. Danke eines Großeinsatzes der Feuerwehr am Mittwochabend konnten die Flammen nahe dem Gebäude gelöscht werden.

"Immer noch heil und unversehrt", schrieb das Getty Museum am Donnerstag auf Twitter. Zugleich dankte die Einrichtung den Feuerwehrleuten. Das Museum sei weiterhin geschlossen, um die Kunst-Sammlung vor dem Rauch in der Region zu schützen, hieß es auf der Webseite.

Das Eindämmen der Buschfeuer im Süden Kaliforniens wird durch die heftigen Santa-Ana-Winde erschwert. Seit Montag wehen diese trockenen und heißen Winde mit hoher Geschwindigkeit aus dem Inland Richtung Küste. Nach der Vorhersage der Meteorologen muss noch bis Samstag mit starken Böen gerechnet werden.

 

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