EUBürgerinitiative forderte sofortiges Aus für Glyphosat

"Für eine Wiederzulassung von Glyphosat fehlt jede rechtliche Grundlage", sagte Helmut Burtscher von Global 2000 am Montag in Brüssel. In einer Woche findet die Abstimmung über die Zulassung des umstrittenen Pestizids statt.

© KLZ/Fuchs
 

Eine Woche vor der Abstimmung über die Zulassung des Pestizids Glyphosat haben am Montag Vertreter der Europäischen Bürgerinitiative "Stop Glyphosat" in einer Anhörung vor dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission ihre Forderungen präsentiert. "Für eine Wiederzulassung von Glyphosat fehlt jede rechtliche Grundlage", sagte Helmut Burtscher von Global 2000 in einer Aussendung.

"Die Zulassung muss deshalb enden", meinte der Biochemiker und Mitinitiator der Bürgerinitiative. "Nachdem offenkundig wurde, dass die europäischen Kontrollbehörden BfR und EFSA keine unabhängige Gefahrenbewertung des Pestizids vorgenommen, sondern ihre Bewertung in entscheidenden Teilen von Monsanto fast wortwörtlich übernommen haben, hat eine Wiederzulassung keine wissenschaftliche Basis." Die "vermeintliche Unbedenklichkeit von Glyphosat" würde sich auf "geheime Industriestudien" stützen, die nicht von Dritten überprüft werden können. "Das hat mit Wissenschaft nichts zu tun. Die EU-Kommission muss deshalb die Notbremse ziehen."

Bisher habe weit über eine Million EU-Bürger mit ihrer Unterschrift unter der Bürgerinitiative diese Anhörung erkämpft. Sie fordern, die Glyphosat-Zulassung zum 15. Dezember 2017 auslaufen zu lassen, ein transparenteres Zulassungsverfahren für Pestizide in der EU einzuführen und eine generelle Reduzierung des Pestizideinsatzes in Europa vorzunehmen.

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hermannsteinacher
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