Mörder ohne ReueUS-Killer Charles Manson gestorben

Der als mehrfacher Mörder verurteilte US-Kriminelle Charles Manson ist tot. Der ehemalige Sektenführer mit eingeritztem Hakenkreuz auf der Stirn starb am Sonntagabend in einem Krankenhaus in Kalifornien eines natürlichen Todes.

Charles Manson
Charles Manson © AP
 

Als Sektenführer stiftete Charles Manson seine Anhänger zu einer brutalen Mordserie an. Dabei wurde 1969 auch die hochschwangere Schauspielerin Sharon Tate getötet. Nun ist Manson in Kalifornien nach langer Haft gestorben.

Zu Tode verurteilt

Charles Manson war 36 Jahre alt, als er und seine treuesten Anhänger im Frühjahr 1971 für die Ermordung der schwangeren Schauspielerin Sharon Tate und weiterer Menschen zum Tode verurteilt wurden. Dunkle Augen mit einem durchdringenden Blick , umrahmt von einer wilden Haarpracht - dieses Bild des sogenannten Hippie-Sektenführers brannte sich damals ins Bewusstsein seiner Landsleute ein.

 

Ein Mörder ohne Reue: Ex-Sektenführer Charles Manson ist tot

Der ehemalige Sektenführer mit eingeritztem Hakenkreuz auf der Stirn starb am Sonntagabend  in einem Krankenhaus in Kalifornien eines natürlichen Todes.

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Manson wurde 83 Jahre alt.

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1969 stiftete der damals 34-Jährige mehrere Anhänger zu einer brutalen Mordserie in Los Angeles an.

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Zu den insgesamt sieben Opfern zählte die hochschwangere Schauspielerin Sharon Tate, Ehefrau von Filmregisseur Roman Polanski.

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Manson sah in sich eine Wiedergeburt Christi. Seine "Manson Family" wurde in den 1960er Jahren in Kalifornien gegründet.

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Manson gilt als einer der berüchtigtsten Mörder der US-Geschichte.

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Er war nicht selbst am Tatort - im Mordprozess stellte ihn die Staatsanwaltschaft als satanisches Monster und Drahtzieher dar, dem seine Anhänger bedingungslos gefolgt seien.

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Für seine Rolle bei den Verbrechen war Manson ursprünglich zum Tode verurteilt worden.

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Dies wurde 1972 in lebenslange Haft umgewandelt, als Kalifornien für einige Jahre die Todesstrafe abschaffte.

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Eine Freilassung auf Bewährung wurde ihm ein Dutzende Male verwehrt.

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Todesstrafe ausgesetzt

Zu einer Hinrichtung kam es nicht. Das Strafmaß wurde später - nach Aussetzung der Todesstrafe in Kalifornien - in lebenslange Haft umgewandelt. Nach vielen Jahrzehnten hinter Gittern ist Manson nun tot. Laut Mitteilung der kalifornischen Gefängnisbehörde starb er am Sonntagabend (Ortszeit) in einem Krankenhaus in Kern County (Kalifornien) eines natürlichen Todes. Er wurde 83 Jahre alt.

Kurz vor seinem 80. Geburtstag hatte die Gefängnisbehörde ein Foto von Häftling Nummer B33920 veröffentlicht. Es zeigte Manson mit starrem Blick, einem langen, grauen Kinnbart, den Schädel kahlrasiert, bis auf einen kurzen Schopf Haare. Das Hakenkreuz, das sich Manson vor Jahrzehnten auf die Stirn tätowieren ließ, ist noch deutlich zu erkennen.

Keinerlei Reue für seine Taten

2012 hatte der zuständige Ausschuss seinen zwölften Antrag auf Freilassung abgelehnt. Die Bewährungskommission listete Dutzende Verstöße auf, die Manson hinter Gittern begangen haben soll, von eingeschmuggelten Handys bis hin zum Besitz selbst gebastelter Waffen. Zudem habe er keinerlei Reue für seine Taten gezeigt, hielt ihm das Gremium vor.

Freiheit für Manson war undenkbar, dafür waren die Mordtaten der sogenannten Manson-Family im August 1969 zu bestialisch. Mit Bajonetten, Pistolen und Messern hatte der Sektenführer seine Anhänger in die Villa der 26-jährigen hochschwangeren Sharon Tate geschickt, der Frau von Regisseur Roman Polanski. Dutzende Male stachen die Täter auf sie und das ungeborene Baby ein. Auch vier Besucher wurden brutal umgebracht. Am nächsten Tag ging das Morden im Haus des Supermarktketten-Besitzers Leno LaBianca und seiner Frau Rosemary weiter.

Drahtzieher hinter den bestialischen Morden

Manson selbst behauptete damals, nie getötet und niemanden dazu angestiftet zu haben. Tatsächlich war er bei den Bluttaten nicht dabei, doch Staatsanwalt Vincent Bugliosi stellte ihn in dem Mordprozess als satanisches Monster und Drahtzieher dar, dem die Anhängerinnen wie "hirnlose Roboter" folgten.

Manson, der mit den Morden einen Rassenkrieg zwischen Schwarzen und Weißen anstiften wollte, um am Ende selbst als Anführer aufzutrumpfen, zeigte öffentlich nie Reue. In einem Fernsehinterview im Jahr 1987 bedauerte er, nicht Hunderte Menschen getötet zu haben. Zum Schutz von Erde und Natur müsse die Bevölkerung dezimiert werden , erklärte er. Manson lamentierte über Umweltverschmutzung, schmelzendes Polareis und einen "sozialen Verfall".

Stoff für Filme und Krimis

Als uneheliches Kind einer 16-Jährigen in Cincinnati (US-Staat Ohio) geboren, verbrachte er den größten Teil seiner Jugend in Besserungsanstalten und Haftanstalten. 1967 stieß er im "Summer of Love" in der Hippie-Szene von San Francisco auf treue Gefolgschaft. Als erfolgloser Musiker aber charismatischer Redner predigte er von freier Liebe und hetzte gegen das Establishment.

Mansons mörderischer Wahnsinn wurde Stoff für Krimi-Bestseller, Filme und sogar Musicals. Das Pseudonym des amerikanischen Schock-Rockers Marilyn Manson ("Antichrist Superstar") mixt die Namen von Film-Ikone Marilyn Monroe und Charles Manson. 2014 feierte das Musical "Charles Manson - Summer of Hate" im Hamburger Thalia-Theater Premiere. In der Fernsehserie "Aquarius" geht David Duchovny als Detektiv Mansons Spuren nach.

Auch hinter Gittern setzte sich der Manson-Kult fort. 2013 sagte eine junge Frau dem US-Magazin "Rolling Stone", dass sie als Teenager Kontakt zu Manson aufgenommen habe und ihn regelmäßig besuche. Sie erklärte in dem Interview, dass sie Manson, den sie für unschuldig halte, heiraten wolle. 2014 beantragte der frühere Sektenführer tatsächlich eine Heiratserlaubnis, doch die Gefängnis-Hochzeit blieb nach Angaben der Behörden aus.

Kommentare (5)

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oopsy
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Wenn in China

ein Sack Reis umfällt, interessiert mich das mehr !

Was braucht so ein Serienmörder so viel öffentliches Interesse ?

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Lepus52
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Todesstrafe?

Ich dachte in Kalifornien gibt es die Todesstrafe. Hat nicht Schwarzenegger Todesurteile unterschrieben? Warum stirbt dann so jemand wie Manson eines natürlichen Todes?

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calypso
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Weil..

... Mord anderen Mord nicht rechtfertigt. Aber der Hauptgrund dürfte sein dass dort die Todesstrafe bei seiner Verurteilung ausgesetzt war und erst 1978 wieder eingeführt wurde.

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Reipsi
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Er wird sicher

sehr warm empfangen wo er hinkommt .

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artjom85
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Re: Reipsi

Hängt vom Kreis der Hölle ab, der für rassistische , reulose Serienmörder bestimmt ist.

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