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Die neue Eiszeit ist angebrochen

Was wird die EBEL-Saison 2017/18 bringen? Können die Vienna Capitals ihren Titel verteidigen? Schlägt der KAC heuer zu oder erstarken Linz und Salzburg wieder? Wie schlägt sich Zagreb als Wiedereinsteiger? Alles rund um die neue Eiszeit liefert das Dossier der Kleinen Zeitung zur Erste Bank Eishockeyliga.

Dass die Vienna Capitals - die bis auf Johnathan Ferland und David Kickert (zum VSV) die Meistertruppe vom ersten (mit 12:0 Play-off-Siegen überragend souveränen) Titel seit 2005 beisammenhielten - wieder Titelfavorit sind, ist klar. Vizemeister KAC, die hungrigen Salzburger aber auch Linz gelten als Jäger. Mit Laibach fiel das "ewige Schlusslicht" weg, Zagreb ist wieder zurück in der Liga - mit weniger Budget als in den Glanzjahren allerdings. Während die Klagenfurter die Rolle als erster Capitals-Jäger im Titelkampf noch nicht annehmen wollten, möchte Graz seine letztjährige Saison mit einem Playoff-Einzug bestätigen, der VSV ist sich einer schweren Saison bewusst, will aber mit Härte und Teamgeist die Großen ärgern.

Eine neue Regel

Es gibt eine neue Overtimeregel und ein "All Star Event" mit internationalem Format in Bratisliva. Mit dabei sollen Teams aus der deutschen DEL, der tschechischen Extraliga und der EBEL sein.

Was die TV-Übertragungen angeht, bleibt es heuer bei den zwei Partnern. ServusTV wird allerdings hauptsächlich auf seiner Homepage 44 Partien übertragen. Sky zeigt 50 bis maximal 57 Livespiele. Besonders stolz ist die Liga auch darauf, dass die EBEL beim Videospiel "NHL 2018" von EA Sports vertreten sein wird. Alle weiteren Infos und Geschichten rund um Österreichs Eishockey-Oberhaus sind in diesem Dossier vertreten.

Kommentar

Ihr Begleiter für die neue Eiszeit

Das digitale Dossier führt die Leser der "Kleinen Zeitung" durch die neue EBEL-Saison. In Print- und Digitalausgabe liefern wir die aktuellsten News stets frisch ins Haus und auf die Bildschirme. Ein Kommentar von Ressortleiter Martin Quendler zum Saisonstart.

"Eiskalte Leidenschaft" - der Titel für das vorliegende Eishockey-Spezial zum Saisonstart der Erste Bank Eishockey Liga lag auf der Hand. Deutlich schwieriger gestaltete sich da die Suche nach bahnbrechenden Neuerungen und revolutionären Ideen der EBEL. Sowie eine Maßnahme, um den Trend einbrechender Zuschauerzahlen zu bremsen.

Für Sorgenfalten sollte auch die Reduktion der TV-Präsenz von Servus TV sorgen, die stattdessen auf Internet-Livestreams setzen. Modernisierung? Nur wenn alle Partien live zu sehen wären. Dem ist aber nicht so.

Auch die unsägliche Punkteregelung bleibt weiterhin unangetastet. Sie sorgt mit der Transferpolitik der österreichischen Klubs für einen Importanteil von über 50 Prozent im Schnitt. Was ziemlich befremdlich ist.

Warum also "Eiskalte Leidenschaft"? Für uns ganz einfach: KAC und VSV. Die Rotjacken sind auf dem Weg zu einem Vorzeigeklub. Sie handeln ruhig, progressiv und verteidigen ihre Strategie mit Vehemenz. Villachs Adler befinden sich noch auf einem steinigen Weg. Sie haben jedoch ihre nötigen Hausaufgaben erkannt.

Und für Emotionen sollte mit dem Kärntner Derby (19. September) ohnehin bald gesorgt sein. Sie erkennen: "Eiskalte Leidenschaft" wird Sie mit der Kleinen Zeitung die komplette bevorstehende Eiszeit begleiten.

Sommertransfers

Im Baumarkt hat sich nur Salzburg verirrt

Die "Eiszeit" ist in der Erste Bank Eishockey Liga wieder angebrochen. Im Sommer haben sich die Klubs verstärkt. KAC und VSV sorgten dabei für die spektakulärsten Transfers.

Ein Hausbau sollte mit einem soliden Fundament beginnen. Damit die Grundbedürfnisse an das neue Eigenheim gestillt werden können. Eine zuvor aufgestellte Saunahütte oder ein beheizbarer Pool im Garten würde nur die schweren Gerätschaften behindern. Vor ähnlichen koordinativen Aufgaben stehen die Klubbosse nach jeder Saison. Mittlerweile wird der Stamm für das darauffolgende Spieljahr bereits im Dezember/Jänner vertraglich fixiert. Und unter Verschluss gehalten. Erst danach beginnt das Feilschen um die vakanten Kräfte für den Feinschliff.

Dieser dürfte von der Papierform her den Kärntner Klubs gut gelungen sein. Wenn auch die Ziele unterschiedlich ausfallen dürften. Der KAC dürfte eine direkte Play-off-Qualifikation anstreben. Für den VSV wäre es ein Erfolg, überhaupt ein Ticket zu ergattern.

Transfer-Coups

Wie dem auch sei: Als wahre Transfer-Coups sind KAC-Verteidiger Richie Regehr (kam als DEL-Meister aus München) und VSV-Torhüter David Kickert (schloss sich als Vienna Capitals-MeisterGoalie den Blau-weißen an) einzustufen. Der 23-jährige Diplomaten-Sohn entschied sich trotz mehrerer Angebote aus der Erste Bank Eishockey Liga für die Villacher. Vom Gehalt abgesehen soll als überzeugendstes VSV-Argument die Goalie-Schmiede von Trainer Markus Kerschbaumer gezählt haben. Neben Kickert scharen sich mit Heimkehrer Niki Petrik, Torjäger Kyle Beach und Verteidiger-Veteran Ryan Glenn solide Verpflichtungen.

Transfers: So kaufte die EBEL ein

ICE HOCKEY - EBEL, DEL2, Dornbirn vs Ravensburg

Ziga Pance spielte schon für Laibach, Bozen, Villach und den KAC. Jetzt soll er - zusammen mit Ex-Bozener Brodie Reid - für Torgefahr in Dornbirn sorgen.

Gepa

ICE HOCKEY - EBEL, Capitals, team photo shooting

Jerome Samson soll Meisterkapitän Johnathan Ferland ersetzen, er kommt von Schwenningen aus der DEL.

Gepa

ICE HOCKEY - VSV vs Lyon, test match

Dem VSV gelang mit der Verpflichtung von Meistergoalie David Kickert ein echter Transfercoup.

Gepa

ICE HOCKEY - EBEL, Black Wings, photo shoot

Corey Locke wurde beim VSV mit 76 Punkten (ohne Play-off) zum EBEL-Topscorer. Heuer soll er mit seiner Übersicht die Linzer Stürmer - auch Andreas Kristler kam aus Salzburg - mit Assists füttern.

Gepa

ICE HOCKEY - EBEL, 99ers, training

Hannu Toivonen hat eine schwere Aufgabe vor sich: Er muss den besten Torhüter der vergangenen Saison, Sebastian Dahm, in Graz ersetzen.

Gepa

Eishockey, Erste Bak Liga, KAC, 1. offizielles Training.

Der vielfache DEL-Meister Richie Regehr (34) ist die wohl schillerndste Aktie, die in die EBEL wechselte. Der KAC holte den Verteidiger aus München.

Gepa

EISHOCKEY: ERSTE BANK LIGA / KAC - MEDVESCAK ZAGREB

David Brine kommt nach Zagreb zurück, die Bären starten heuer wieder in der EBEL.

Gepa

ICE HOCKEY - CHL, KAC vs Rapaces

Stürmer Julian Talbot ist neben John Rheault der zweite neue KAC-Stürmer. Sie kamen für die abgewanderten Ziga Pance und Mark Hurtubise.

Gepa
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Bei den Rotjacken gilt Regehr als schillernde Persönlichkeit. Der 34-jährige Kanadier war einer von drei neuen Imports in Klagenfurt (neben Julian Talbot und Jon Rheault). Neben Stützen wie Jamie Lundmark, Thomas Koch oder den Geier-Zwillingen Manuel und Stefan, sollten sie sich in Ruhe entfalten können. Maßgeblich dienen sollte hierfür auch der von Neo-Trainer Steve Walker eingeimpfte Spirit.

Transfer-Anomalien

Abgesehen von ihrem stabilen rot-weiß-roten Fundament, wirkt es, als haben sich die Salzburger Bullen ein fragiles Kartenhaus gebaut. Die Transferpolitik ist von der tiefgründigen Recherche und dem Qualitätsanspruch aus erfolgreicheren Epochen weit entfernt. So wie in der ECHL (dritthöchste Spielklasse in Nordamerika) gewildert wurde, scheint Salzburg das bewährte Trennungsprinzip von Trainer und Transfers über den Haufen geworfen zu haben. Greg Poss dürfte hier nun das (vorübergehende) Sagen haben. Das einzig Positive: Die EBEL-Konkurrenten sind die großen Nutznießer.

Auch wenn die Begründung seines Villacher Abganges etwas fadenscheinig geklungen hatte ("kein englischsprachiger Kindergarten vorhanden"), sollte es die Linz-Verpflichtung von Ex-VSV-Strippenzieher Corey Locke nicht trüben. Mit Andreas Kristler unterschrieb zudem ein verlässlicher Nationalteam-Akteur schon lange vor der Bekanntgabe bei den Oberösterreichern.

Eine unscheinbare Variante für die Bauweise ihres Kaders wählten hingegen die Graz 99ers. Klingende Namen fehlen zwar bei den Neuverpflichtungen, dafür könnte Effizienz (wie in den bisherigen Testspielen) ganz oben stehen. Aleksi Laakso, Justin Buzzeo, Brock Higgs oder Brock Nixon könnten sich wie Goalie Hannu Toivonen als Transfer-Kracher entpuppen. Die langersehnte Heimkehr von Verteidiger Florian Iberer rundet die Transfers auf die sentimentale Art ab.

Völlig unorthodox wirkt die Herangehensweise von Liga-Rückkehrer Medvescak Zagreb. Sportdirektor Aaron Fox stellte quasi auf Null und baute wohl etwas überschwänglich eine komplette Mannschaft. Mit absehbaren Änderungen. Stellt der Kader der Kroaten derzeit 67,5 Punkte anstelle der maximal zugelassenen 60 dar.

Ein völlig konträres Bild zu den Vienna Capitals also. Das Gebäude des Titelverteidigers blieb fast unverändert. Fraglich ist, wie schnell der "Meister-Kater" verdaut ist und ob die Wiener erneut Feuer fangen.

Fazit: Die Prioritäten in der Bauweise variieren bekanntlich nach Region. Erst im EBEL-Echtbetrieb kann getestet werden, wie stabil die Konstruktion hält. Egal, ob bei Donnerwetter oder ständigem Sonnenschein.

Vienna Capitals

Zugänge: Samson, Klubertanz

Abgänge: Kickert, Bowman, Ferland

KAC

Zugänge: Regehr, Talbot, Rheault

Abgänge: Popovic, Pance, Hurtubise, Vallant, Stroj

VSV

Zugänge: Kickert, Beach, Petrik, Alagic, Glenn, Sarauer, Hickmott, Antonitsch, Shields, Walter, Flick, Stebih

Abgänge: Wehrs, Hunter, Blain, Urbas, Swette, Latendresse, Locke, Roy, McGrath, Johner, Nageler, Mühlstein, Labrecque

Salzburg

Zugänge: Bouillette, Huber, Harris,
Aleardi

Abgänge: Sondell, Flood, Thomas, Olson, Roy, Kutlak, Kristler

Linz

Zugänge: Dowell, Locke, Mocher, Kristler

Abgänge: Oberkofler, McLean, Klubertanz

Zagreb

Zugänge: Brine, Koskiranta, Deutsch, Netik, Puskarich, Aviani, Kudelka, Olden, Boivin, Jarcov, Rosandic, Ficur, Kegalj, Rajsar , Simsic, Cepon, Pöyhönen, Morley, Tikkanen, Privitera, Kroselj , Balej

Abgänge: Voronin, Tomljenovic, Arkalov, Giroux

Graz

Zugänge: Oberkofler, Toivonen, Iberer, Carlsson, Higgs, Nixon, Laakso, Buzzeo

Abgänge: Klimbacher, Reinthaler, Beach, Dahm, Pöck, Pelech, Feichtner, Siddall, Boivin, Nash

Innsbruck

Zugänge: Nechvatal, Mychan, Guimond, Blain, Swette, Nussbaumer, Yogan, Wahl,

Abgänge: Mössmer, Huber, Litterbach, DeSantiis, Chiodo, Ross, Ebner, Lamoureux, Smith, Mitterdorfer, Litterbach

Dornbirn

Zugänge: Neubauer, Quemener Leduc, McMonagle, Reid, Fraser, Pance, Taratukhin, Timmins

Abgänge: Schmidt, Hardy, Petrik, Achermann, Crawford, Sylvester, Livingston, Paris, Konradsheim, Kompain, McBride

Bozen

Zugänge: Monardo, Petan, Tomassoni, Angelidis, Gartner, Marchetti, Schweitzer, Smith, Clark, DeSousa, Franza, Poulsen, Carlisle

Abgänge: Glenn, Ramoser, Yogan, Insam, Reid, Oberdörfer, Vallerand, Seymour, Gellert

Znaim

Zugänge: Nemec, Raska, Racuk, Matus, Guman, Skrbek, Pohl, Hanousek, Zajíc, Snajnar, Halasz, Pechek

Abgänge: Seda, Nechvátal, Sulak, Podesva, Györi, Wronka, Pucher, Vodn, Da Costa, Hughesman, McMonagle, Kaderavek, Lakos

Fehervar

Zugänge: Harty, Latendresse, Gilbert, Visentin, Vidmar, Music, Kiss, Jyrkkiö, Stipsicz, LoVecchio, Luttinen

Abgänge: Vas, Beauregard, Bodó, Sarauer, Orban, Manavian, Orbán, Sager, Sofron, Maylan, Vernace, Schiestel

Einheimische

So viel Österreich steckt noch in der Liga

Für Österreicher wird es immer schwerer, in der EBEL Jobs zu ergattern. Die Punkteregel der Liga trägt das ihrige dazu bei. Maßnahmen zum Gegensteuern wirken kaum.

Seit Jahren gibt es immer wieder große Diskussionen darüber, dass in der EBEL zu viele ausländische Akteure engagiert sind. Für junge österreichische Spieler gäbe es dadurch kaum einen Platz, sich in der höchsten Spielklasse beweisen zu können. Schon längst sind österreichische Spieler ligaweit in Unterzahl. Mit den wenigsten Imports (8) geht Red Bull Salzburg in die Meisterschaft, dafür haben die Mozartstädter mit Routiniers wie Matthias Trattnig, Daniel Welser oder Manuel Latusa einen starken, aber auch kostspieligen Stamm an einheimischen Kräften. Ähnlich ist die Konstellation beim KAC. Neun Imports stehen im Kader, aber auch hier kann man auf qualitativ hochwertige Österreicher zurückgreifen. Etwas anders sieht die Situation bei den Villachern aus. Wohl eher aus finanziellen Gründen muss man mit neun Fremdarbeitern das Auskommen finden. Im Gegensatz zu Klagenfurt oder Salzburg ist aber bei den eigenen Spielern nicht die große Klasse im Kader vorhanden. Spitzenreiter bei der Anzahl der Imports ist Innsbruck (13), gefolgt von Meister Wien und den Graz 99ers (je 11).

Konstant hohe Import-Zahlen

Gesamt gesehen hat sich seit der Saison 12/13 die Anzahl der österreichischen Spieler nicht wirklich verändert, liegt konstant bei 110 bis 115. Seitens der Liga wurden bereits im letzten Jahr mit der Abschaffung der Tryout-Phase und der Einführung der Alps Hockey League Initiativen gesetzt, um jungen Talenten die Chance auf die EBEL zu erleichtern. Vor allem durch die zweite Spielklasse und der damit einhergehenden Farmteam-Regelung sollte dieser Schritt ermöglicht werden. Weniger Rücksicht nahmen diese Maßnahmen allerdings auf ältere Österreicher.

Free Agents: Diese Cracks sind vertragslos

ICE HOCKEY - EBEL, VSV vs Bozen

Jesse Root (zuletzt Bozen)

(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Matic Klansek)

EISHOCKEY: EBEL-FINALE / 4. SPIEL: KAC - UPC VIENNA CAPITALS

Collin Bowman

(c) APA/GERT EGGENBERGER (GERT EGGENBERGER)

ICE HOCKEY - EBEL, 99ers, team photoshooting

Sven Klimbacher

(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Christian Walgram)

EISHOCKEY - EBEL - HALBFINALE SPIEL: KAC - RED BULL SALZBURG

Mark Flood (Salzburg)

(c) APA/GERT EGGENBERGER (GERT EGGENBERGER)

EISHOCKEY: ERSTE BANK LIGA / VIERTELFINALE: EHC LIWEST BLACK WINGS LINZ - HCB SUEDTIROL

Brett Palin (Linz)

(c) APA/EXPA/REINHARD EISENBAUER (EXPA/REINHARD EISENBAUER)

ICE HOCKEY - EBEL, 99ers vs Bozen

Kris Reinthaler

(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Michael Riedler)

ICE HOCKEY - VSV vs 99ers, test match

Florian Mühlstein

(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Daniel Goetzhaber)
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So sah beispielsweise der Tiroler Daniel Mitterdorfer keine Perspektive mehr und beendete heuer im Sommer seine aktive Karriere. Der langjährige Nationalteam-Verteidiger Sven Klimbacher oder Florian Mühlstein stehen bis jetzt noch ohne Vertrag da. Abzuwarten ist außerdem, wie sich das österreichische Eishockey weiterentwickeln wird, wenn Spieler der goldenen Generation wie Thomas Koch, oder eben Daniel Welser und Manuel Latusa die Eisschuhe an den Nagel hängt. Das könnte nämlich wieder mehr Imports in die Liga treiben.

Peter Mennel

"Die Liga will ein starkes Nationalteam"

Peter Mennel (62) bestreitet sein fünftes Jahr als EBEL-Präsident. Der Bregenzer spricht über gescheiterte Projekte, Zuschauerzahlen und eine Damen-Liga.

Herr Mennel, Sie sind seit 2013 Präsident der Erste Bank Eishockey Liga. Ihre persönliche Bilanz – was hat sich in ihrer vierjährigen Amtszeit getan?

Peter Mennel: Ich sehe eine sehr positive Entwicklung. Die Schiedsrichter-Leistungen sind deutlich besser geworden und unsere Strategie mit DOPS (Abteilung für Spielersicherheit, Anm.) war absolut richtig. Die Verletzungen sind dadurch deutlich zurückgegangen.
Laibach ist raus – Zagreb hingegen wieder dabei. Dazu tritt Servus TV kürzer.

Aber wohin will sich die EBEL bewegen?

Dazu gibt es eine klare Aussage seitens der Liga: Wir wollen eine starke Nationalmannschaft entwickeln, das bedeutet einen dauerhaften Verbleib in der A-Gruppe.

Wie man hört, divergieren die Interessen der Klubs immer stärker. Welchen Eindruck haben Sie?

Das ist nicht wirklich überraschend. Meine Aufgabe besteht darin, zu achten, dass die Diskussionen sachlich und nicht polemisch geführt werden.

Ist die hohe Anzahl von Import-Spielern ein Streitpunkt?

Ich glaube nicht, dass es immer eine reine Frage ist, wie viele ausländische Spieler in der Liga unterwegs sind. Sondern vielmehr wie viele Österreicher vorhanden sind, die dann dementsprechend eingesetzt werden können und wie die Klubs ihre Interessen damit verbinden. Aber ich fordere ganz klar, dass heimische Spieler vermehrt und in entscheidenden Situationen zum Einsatz kommen sollten. Der Österreicher-Topf wäre für die Zukunft des Nationalteams wichtig gewesen. Er würde Klubs belohnen, die vermehrt auf heimische Kräfte setzen. Doch der dafür erforderliche Baustein Time-on-Ice-Statistik (Einsatzzeit je Spieler, Anm.) ist gescheitert.

Wieso?

Wir haben das Projekt nicht ad acta gelegt. Mir ist es persönlich ein großes Anliegen. Es braucht allerdings ein Produkt, bei dem sich Kosten und Nutzen in der Waage halten. Und bis zuletzt war Time-on-Ice nicht finanzierbar.

Ein Blick auf die Eisflächen zeigt, dass abgesehen von der Erste Bank weitere große Liga-Sponsoren fehlen. Stört Sie diese Abhängigkeit?

Es herrscht hier immer eine Interessenfrage: Wie viel würde ein Liga-Sponsor zahlen und wie viel Fläche würde er von den Klubs benötigen. Das gilt entsprechend abzuwägen.

Stabile Beginnzeiten sollen die Zuschauer wieder in die Hallen locken. Inklusive TV-Zuschauern sind die Zahlen aber nicht gesunken!

Peter Mennel

Zurück zu den Neuerungen: Sind sie froh, dass Zagreb anstelle der finanziell krisengebeutelten Laibacher dabei ist?

Es geht nicht um Anliegen. Sondern Zagreb ist an uns herangetreten und hat ersucht, wieder in der EBEL mitzuspielen. Aber ich freue mich, dass sie wieder an Bord sind.

Die Zuschauerzahlen wiesen in den letzten Jahren eine fallende Tendenz auf. Ist ein Mitwirken Zagrebs auch ein wenig Kalkül seitens der EBEL?

Natürlich sehe ich das nicht positiv, dass sich solche Zahlen zurückentwickeln. Verschiedene Faktoren sind dafür verantwortlich. Wir versuchen, mit stabileren Beginnzeiten wieder mehr Zuschauer in die Hallen zu locken. Inklusive der TV-Zuschauer sind die Zahlen aber nicht gesunken.

Es gibt Länder, die donnerstags und samstags ihre Erstliga-Spiele austragen. Für Sie vorstellbar?

Ich bin für jede Diskussion offen und zugänglich, die uns in der Entwicklung weiterhilft.

Servus TV wird seinen Vertrag einhalten. Aber wir suchen auch schon nach Alternativen.

Peter Mennel

Sky ist Bezahlsender. Servus TV frei empfangbar, zeigt die Spiele aber fast vollständig via Livestream – wie soll damit Österreichs Eishockey eine Breitenwirkung erzielen?

Wir haben mit Servus TV ganz offen gesprochen. Sie werden ihren Vertrag einhalten. Aber wir sind dabei, Alternativen zu prüfen.

Es gab da vom EBEL-Hauptsponsor einen Werbespot mit einer Eishockey-Spielerin. Welche Bedeutung hat Damen-Eishockey für Sie?

Ich war begeistert, von unserer Damen-Mannschaft, die Silber bei den Jugend-Olympischen-Spielen 2012 in Innsbruck geholt hat. Wir haben auch eine Reihe von sehr guten Spielerinnen. Ich bezweifle jedoch, dass wir eine derart hohe Leistungsdichte haben, die so einen Liga-Betrieb zulassen würde.

Die EBEL als Schirmherr für eine kleine Damen-Liga nach NHL/NWHL-Vorbild: Wäre das also keine denkbare Variante?

Eigentlich ist das nicht primäre Aufgabe der EBEL. Die Rechte für Damen-Eishockey besitzt der Österreichische Eishockey Verband. Lediglich bei den Herren wurden diese abgetreten, wofür wir bekanntlich eine Lizenzgebühr bezahlen.

Zur Person

Peter Mennel

Geboren: 5. Mai 1955 in Bregenz.

Erfolge: 9-facher österreichischer Paraski-Meister, absolvierte die 138. Weltumrundung mit einem
einmotorigen Flugzeug.

Karriere: ÖOC-Generalsekretär (seit 2010),
ÖSV-Finanzreferent (seit 1999), EBEL-Präsident (seit 2013), Vorsitzender des Europäischen Olympischen Komitees (seit 2014).

Neues Regelwerk

Kürzere Overtime soll für mehr Spannung sorgen

Änderungen im Regelwerk sollen Unterhaltungswert steigern aber auch technisch strke Spieler noch mehr vor unfairen Attacken schützen.

Nicht nur die zwölf Vereine haben die Sommermonate dazu genutzt die eine oder andere Änderung vorzunehmen, auch das EBEL-Regelwerk weist heuer einige Adaptierungen auf. So wird nach einem Unentschieden die Verlängerung von sieben auf fünf Minuten verkürzt, dabei dürfen die Teams nur drei Spieler aufs Eis schicken. „Weniger Spieler auf dem Eis bedeutet mehr Spannung für die Zuschauer. Der Unterhaltungswert wird dadurch sicher noch steigen“, glaubt Lyle Seitz, Head of Hockey Operations.

Bei den Vergehen Bandencheck, Check gegen den Kopf, Check von hinten, Kniecheck und unerlaubter Körperangriff, gibt es heuer automatisch zumindest eine 2+2 Minuten Strafe und nicht mehr 2+10, wie in den letzten Jahren. „Das sind jene Strafen, bei denen das Verletzungsrisiko sehr hoch ist. Sie sollen sich einfach von vermeintlich milderen Vergehen, wie Haken, abheben“, begründet Seitz die härtere Auslegung und fügt hinzu: "Die angepassten Regeln sollen die technisch starken Spieler noch mehr schützen. Geschwindigkeit und Technik sollen das Spiel prägen ohne aber auf fairen Körperkontakt verzichten zu müssen."

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Der Kanadier hat heute alle zwölf Coaches nach Wien zitiert um über die neuen Regeln zu informieren und will die Trainer auch etwas in die Pflicht nehmen. "Das Department of Players Safety kann immer nur reagieren. Die Trainer haben aber die Möglichkeit in bestimmten Spielsituationen direkt auf seine Spieler einzuwirken. Das kann auch viele emotionale Spannungen im Vorhinein lösen."

 

Analyse

Das Feuer brennt am Klagenfurter und Villacher Eis

Der KAC wird als Titelfavorit gehandelt, den Adlern werden maximal Chancen auf einen Play-off-Platz zugesprochen. Wir haben die Kärntner Vertreter in der EBEL genau analysiert.

Der KAC hat eine äußerst erfolgreiche Saison hinter sich. Das System Pellegrims funktionierte bis in das Finale. Viele Spieler zeigten im Vorjahr Leistungen, die sie schon längere Zeit nicht mehr auf das Eis brachten. Dies gelang dem Belgier, weil er Disziplin und Härte einforderte und den Spielern großen Druck auferlegte. Eine Vorgangsweise, die zwar nicht bei allen Protagonisten mit Wohlwollen aufgenommen wurde, aber am Ende des Tages zeigten die Akteure Fähigkeiten, die davor etwas dahin schlummerten. Der neue Headcoach Steve Walker übernahm ein funktionierendes Team, das nur an drei Positionen verändert wurde. Die Reputation der Neuzugänge hört sich gut an. Auf dem Eis zeigte Verteidiger Richie Regehr speziell in den Spielen gegen Frölunda, dass er über großes Potenzial (Rechtsschütze) verfügt. Julian Talbot machte bisher in beiden Richtungen einen feinen Job. Unauffällig agierte noch Jonathan Rheualt, der lange verletzt war. Er gilt als blendender Eisläufer und körperlich topfit. Allen drei eilt der Ruf voraus, dass sie in der entscheidenden Phase genau wissen, was zu tun ist.

Unter Walker hat sich im Spielsystem einiges geändert, die Akteure genießen größere Freiheiten als unter Pellegrims. Wie reflektiert jeder Einzelne darauf, wenn die Zügel etwas lockerer sind? Wie wird sich das Trainer-Teamwork (Walker, Christoph Brander, Patric Wener) auf die Mannschaft gegenüber dem Ein-Mann-Regime des Vorgängers auswirken? Die Vorzeichen sind vielversprechend, was die guten Darbietungen in der Champions League widerspiegelten. Die Jungen werden sicher nicht zu wenig Eiszeit erhalten, müssen da aber zeigen, was sie drauf haben. Was auch auf Tormann David Madlener zutrifft. Denn Tomas Duba hinterließ bisher einen starken Eindruck. Es ist daher eine Herausforderung für den Vorarlberger, den Tschechen zu überflügeln. Die Abwehr ist mit vier Legionären und drei Nationalspielern ordentlich besetzt. Die vier ausgeglichenen Sturmreihen versprechen einiges. Das Gesamtpaket stimmt. Jetzt sind die Trainer gefordert, damit alle Spieler ihr Top-Niveau kontinuierlich abrufen werden. 

Adler können nur überraschen

Beim VSV blieb im Sommer kein Stein auf dem anderen. Nicht nur, dass der neue Geschäftsführer Ulfried Wallisch dem Back-Office eine neue, modernere Struktur verpasste, auch der Kader wurde stark verändert. Als einziges Team der EBEL starten die Adler mit zwei österreichischen Tormännern in die Meisterschaft. Neben Backup Lukas Herzog gelang es mit David Kickert den amtierenden Meistergoalie aus Wien an die Drau zu lotsen. Wohl dank Markus Kerschbaumer stach man bei den Verhandlungen unter anderem sogar den Erzrivalen KAC aus. Fraglich ist, ob der 23-jährige eine ganze Saison als "Einser" durchhält und bereits über die nötige Konstanz verfügt, gerade dann, wenn es einmal nicht rund läuft. rund läuft. Die Verteidigung galt im Vorjahr als Achillesferse der Villacher. Mit den Neuzugängen David Shields und Ryan Glenn setzen die Adler heuer auf physisch stärkere Defender. Glenn ist in der Liga kein Unbekannter, absolvierte für Salzburg (12/13) und Bozen (16/17) insgesamt 119 EBEL-Partien und erzielte 59 Punkte. Erstmals in Europa ist der Amerikaner Shields, der eine ähnliche Spielanlage wie Glenn mitbringen sollte. Seine Stärken liegen eindeutig im Defensivbereich.

Wesentlich breiter aufgestellt ist die Offensivabteilung der Draustädter. Mit Niki Petrik wurde eine Villacher Galionsfigur zurückgeholt, der als Kapitän und unermüdlicher Arbeiter immens wichtig für das Team sein wird. Kyle Beach, Rob Flick und Andrew Sarauer könnten für die notwendigen Tore sorgen, Ben Walter ist ein klassischer Zwei-Wege-Stürmer. Greg Holst wird immer wieder versuchen Youngsters einzubauen, wenn diese ihre Chance nutzen können, stehen dem Trainer 14 Stürmer zur Verfügung. Die Frage ist, wie die junge Mannschaft auf Niederlagenserien reagieren wird. Die Adler zählen heuer sicher zu den Underdogs der Liga. Wenn die Schlüsselspieler aber von langfristigen Verletzungen verschont bleiben, kann der VSV ein unangenehmer Gegner werden, der für einige Überraschungen sorgen wird. Ein Erreichen des Play-offs wäre jedoch ein sehr großer Erfolg für das neu-formierte Team.

Kader der Rotjacken

Trainer: Walker, Wenner, Brandner

Tor: Duba, Madlener

Verteidigung: Duller, Robar, Regehr, Schumnig, Kapstad, Fischer, Strong, Kernberger, Schnetzer

Sturm: S. Geier, M. Geier, Lundmark, Hundertpfund, Bischofberger, Ganahl, Talbot, Rheault, Richter, Koch, Neal, Harand, Schettina, Brucker, Kreuzer, Obersteiner, Kraus, Kurath

Kader des VSV

Trainer: Holst, Peintner, Kerschbaumer

Tor: Kickert, Herzog, Schmidt

Verteidigung: Bacher, Schlacher, Glenn, Brunner, Shields, Winkler, Stebih (Try out)

Sturm: B. Petrik, N. Petrik, Leiler, Platzer, Verlic, Alagic, Jennes, Kromp, Beach, Sarauer, Flick, Walter, Antonitsch, Hickmott

 

Saisonanalyse

Große Überraschungen werden wohl ausbleiben

Mit Linz war er Meistercrack, jetzt ist er TV-Experte und "Kleine"-Kolumnist: Gregor Baumgartner analysiert vor dem Saisonstart die EBEL-Klubs.

Jetzt sind wir wieder da, wo alles beginnt. Letztes Jahr habe ich mich vor dem Finale total getäuscht. Ich hätte dem KAC im Finale eine Überraschung zugetraut. Eine Vorschau zu machen, birgt seine Gefahren, jedoch möchte ich heuer gerne wieder einen kleinen Blick in Richtung Saisonstart werfen.

Was ist neu? Zagreb ist wieder dabei, damit steigt die Attraktivität der Liga, ihre Fans sind großartig. Ganz schwierig zu sagen, wo die Kroaten nach ihrem Ausflug in die KHL sein werden. Die Vorbereitung erbrachte keine genauen Erkenntnisse. Es könnte für die Top 6 reichen.
Der KAC hat mit Steve Walker einen neuen Coach, Christoph Brandner wurde zu seinem Co-Trainer nominiert. Im Training sah ich keine magischen Formeln, jedoch sagten die Spieler, dass sie sich nicht ganz unglücklich fühlen mit Walker. Mike Pellegrims wurde nicht von allen geliebt. Die Anforderungen für Walker sind wie immer hoch. Der Kanadier verfügt über eine gute Mischung, musste nur drei neue Spieler integrieren. Das Team sollte schon wieder vorne mitspielen. Gespannt kann man sein, ob David Madlener den nächsten Schritt macht.

Schwere Saison für die Adler

Greg Holst und der VSV stehen bei den meisten nicht ganz oben auf der Rechnung. Der Kader wird mit einigen Jungen bestückt sein. Vor allem Sam Antonitsch erinnert in der Vorbereitung an die alten Villacher Zeiten mit hohem Körpereinsatz. Ob Kyle Beach sich auch in Villach als Scorer beweisen kann, wird man sehen. Für mich ist es sehr schwierig zu sagen, was in Graz mit ihm und dem Trainer passiert ist, ansonsten würde man einen 30-Tore-Spieler nicht gehen lassen. Das einzige österreichische Goalie-Gespann (Kickert/Herzog) hat die Chancen zu zeigen, dass sie ein Team transportieren können. Holst und sein Co Markus Peintner stehen wieder vor einer großen Herausforderung. Die Top 6 bzw. das Erreichen des Play-offs werden sicher ein langer harter Weg werden. Entscheidend werden das Teamgefüge und die Tormannleistung sein.

Wundertüte Graz

Die Meisterschaft verspricht wieder einiges. Teams wie Wien, Salzburg, Linz und KAC kann man immer auf der Rechnung haben. Was ist aber mit Bozen, Graz oder Zagreb? Innsbruck wird es wahrscheinlich nicht schaffen, seine Vorjahressaison zu wiederholen (zu geringe Kadertiefe). So wie Dornbirn und Szkesfehervar sehe ich sie in der unteren Tabellenhälfte. Ein Team, das auch heuer wieder sehr schwer zum Einschätzen ist sind die Graz 99ers. Doug Mason, wieder ohne Co-Trainer, hat letztes Jahr einen guten Job gemacht und fand sogar einen Weg mit dem Team rund um Oliver Setzinger ins Play-off. Einige wichtige Kaderpositionen, wie etwa im Tor mit Hannu Toivonen, wurden verändert. Ob er zusammen mit den Neuzugängen Aleksi Laakso, Jonathan Carlsson oder auch den Stürmern Brock Nixon oder Brock Higgs Abgänge wie Sebastian Dahm und Kyle Beach ersetzen können, wird sich zeigen. Vor allem aber muss das Defensivspiel gegen die Top-Klubs besser funktionieren.

Ich glaube, dass Znaim zwar gut mitspielen wird, aber nicht an seine früheren Erfolge anschließen kann. Die Capitals werden mit modernem Tempo-Eishockey die Teams wieder ordentlich fordern. Salzburg dagegen ist mit seinem älter gewordenen Stamm nicht mehr der Dominator, wie in der Vergangenheit.

Geheimtipp aus Graz

Dieser Wiener geht bei den 99ers sicher nicht unter

Oliver Setzinger hat dank der Graz 99ers eine neue Heimat gefunden und kehrt Wien endgültig den Rücken. Der Kapitän bringt sich als neuer U12-Trainer seit heuer auch abseits des Liga-Alltags in den Verein ein.

Als Eishockey-Profi ist man es gewohnt, seine Koffer zu packen: Neuer Vertrag, neuer Verein, neue Stadt. Einer, der mit diversen Stationen (Finnland, USA, Schweiz, Österreich) das Herumreisen gut kennt, scheint gekommen zu sein, um für immer zu bleiben. "Wir fühlen uns in Graz sehr wohl. Das Umfeld ist in allen Belangen einfach top", sagt Oliver Setzinger. Der Kapitän der Graz 99ers hat mit seiner Familie beschlossen, den Lebensmittelpunkt von der Bundeshauptstadt nach Graz zu verlegen: "Unser Haus in Wien steht zum Verkauf und ist schon so gut wie weg. In Wien hält mich genau gar nichts." Seine neue Heimat hat der Stürmer auch schon auf seinem Unterschenkel verewigt: Ein Tattoo zeigt den Grazer Uhrturm.

Foto © Seine neue Heimat hat Setzinger auch schon auf seinem Unterschenkel verewigt: Ein Tattoo zeigt den Grazer Uhrturm

Die Entscheidung für einen fixen Umzug nach Graz fiel der Familie leicht: "Wir waren nur im Sommer in Wien. Hier sind die Leute viel netter und es ist ruhiger." Der 34-Jährige, dessen Vertrag bei den 99ers noch zwei Jahre läuft, denkt dabei auch an die Zukunft: "Wenn es mit dem Eishockey einmal vorbei ist, dann wäre es top, bei den 99ers im Verein zu bleiben."

Ein erster Schritt in diese Richtung ist getan: "Ich habe heuer begonnen, gemeinsam mit Klaus Rappold die U12 zu trainieren." Ein dritter Trainer hilft aus, wenn Setzinger "verhindert" ist. "Es läuft perfekt. Ich kann etwas zurückgeben."

Das Ziel des gebürtigen Wieners steht seit seiner Verpflichtung im Vorjahr fest: "Graz soll wieder zur alten Größe finden. Ich kann und will ein wichtiges Puzzleteil davon sein." Erste Erfolge sind schon sichtbar: Letzte Saison haben die Grazer seit 2012/13 erstmals wieder die Play-offs erreicht. Auch die Steiermark-Trophy, ein internationales Turnier, war ein Erfolg, der im kommenden Jahr fortgesetzt werden soll.

UMFRAGE

Welches EBEL-Team hat am besten eingekauft?

Trainer Doug Mason, seit kurzem auch Head Coach des niederländischen Nationalteams, konnte heuer erstmals selber seine Mannschaft zusammenstellen. Setzinger: "Es fruchtet. Jetzt vom Meistertitel zu reden ist zwar irrsinnig, aber man muss sich die Ziele höher stecken. Heuer streben wir die Top sechs an. Das ist auf jeden Fall machbar."

Keine Tipps vom Trainer-Papa

Auch Setzingers Sohn gefällt es in Graz besser als in Wien: "Lennox ist U12-Tormann bei den 99ers." Tipps vom Trainer-Papa gibt es aber nicht: "Ich halte mich da raus. Dafür ist Graz-Tormann Thomas Höneckl zuständig, der geht mit ihm oft auf das Eis." Mit Höneckl verbindet ihn eine enge Freundschaft: "Wir sind ständig zusammen, teilen uns das Zimmer, sitzen im Bus nebeneinander. Ein super Typ, der meinen Humor versteht."

Mit der Vorbereitung ist der 34-Jährige zufrieden: "Sechs Spiele, fünf Siege. Wir haben keine Partie nach 60 Minuten verloren." Für den morgigen Saisonstart auswärts beim KAC sind die Grazer gerüstet: "Die Klagenfurter haben eine starke Truppe und bereits eine super Champions-Hockey-League gespielt." Für eine erste Standortbestimmung ist Setzingers Titelfavorit der ideale Gegner.

Zur Person

Oliver Setzinger, geboren am 11. Juli 1983 in Horn.
Rückennummer: 91.
Größe/Gewicht: 183 cm/89 kg.
Position: Stürmer.
Schusshand: links.
Stationen: Seine Karriere begann in Finnland (1999 bis 2005). Er spielte bei den Vienna
Capitals, in der AHL, bis 2014 in der Schweiz (Langnau, SCL Tigers, Davos, Lausanne), beim KAC, seit 2016 bei Graz 99ers.
Familie: verheiratet, zwei Kinder.

Am Schauplatz

Zagreb ist kein russicher Tanzbär

Mit einem Jungspund als Trainer will Medvescak Zagreb ins EBEL-Play-off. Kroaten planen erneut spektakuläre Spiele.

Es ist kein schlechter Zeitpunkt, Zagreb wieder einmal einen Besuch abzustatten. Die kroatische Hauptstadt pulsiert und garantiert tolle Erlebnisse - vor allem aber wird aus kulinarischer Sicht ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis geboten. Noch nicht Anreiz genug? Ab sofort kann eine Stippvisite wunderbar mit einer Eishockey-Partie der EBEL verbunden werden. Nach vierjährigem Intermezzo in der russischen KHL kehrt Medvescak Zagreb heuer wieder zurück. Aaron Fox, Sportdirektor der "Bären", freut sich schon jetzt auf die bevorstehenden Duelle gegen alte Rivalen wie KAC, VSV, Wien, Graz oder Fehervar. Und: "Es gibt endlich wieder Wochenend-Eishockey hier", wirkt der US-Amerikaner erleichtert. Schließlich war nicht nur der atemraubende, dichte Spielplan eine Herausforderung. KHL-Auswärtsspiele führten Zagreb bis an den östlichsten Ausläufer Wladiwostoks (8300 Kilometer und acht Zeitzonen entfernt). 1,7 Millionen US-Dollar wies am Ende das Reisespesenkonto auf. Was Fox bei einem Gesamtbudget von acht Millionen US-Dollar (dank russischer Sponsoren) in fragwürdiger Relation sehe.

Wir haben uns die Top 6, also die direkte Play-off-Qualifikation vorgenommen.

Connor Cameron, Zagreb-Trainer

Davon sind die Kroaten nun um Welten entfernt. Mittlerweile stuft er Medvescak budgetär im unteren Liga-Drittel ein. Von Melancholie keine Spur. "Wir haben uns einiges vorgenommen." So sieht es auch der erst 32-jährige Connor Cameron, der seit Mitte letzter Saison das Trainerzepter schwingt. "Wir haben uns die Top 6, also die direkte Play-off-Qualifikation vorgenommen", schildert der Kanadier. Die Aufgabe erscheint knackig. Wurde doch fast die komplette Mannschaft ausgewechselt. Derzeit platzt die Zagreb- Kabine aber aus allen Nähten (der Kader umfasst 67,5 Punkte statt der vorgeschriebenen 60). Eine Einbürgerungswelle steht nicht auf der Agenda. "Ein paar Spieler sind zum Try-out hier", klärt Fox auf.

Doppelstaatsbürger sichern Existenz

Das leidige Thema der Doppelstaatsbürger ist allerdings omnipräsent. Nicht weniger als sieben Akteure fallen unter diese Kategorie. "Nur so können wir konkurrenzfähig bleiben. Die Wahrheit ist: Wir haben zwei Eishallen in Kroatien. In Nordamerika gibt es kroatische Gemeinden, die uns gerne mit Spielern aushelfen. Wir wollen in der Liga aber keine Extra-Behandlung", betont der Sportdirektor.

Wir halten uns an den EBEL-Spielplan, in Pula wird aber definitiv nicht gespielt.

Aaron Fox, Zagreb-Sportdirektor

Ein Extra schließt Fox jedoch nicht aus. Das durch Medvescak eingeführte "Ice Fever" könnte der Liga wieder besondere Spiele liefern. Der 41-Jährige gibt sich zwar geheimnisvoll, lässt aber durchklingen, dass bereits für die kommende Saison Spezial-Spiele geplant sind. Ob als Freiluft-Spektakel ("Salata Winter Classic") oder in der Arena Zagreb will er nicht beantworten. Auch über mögliche Gegner lässt er sich nicht in die Karten blicken. Nur so viel: "Wir halten uns an den EBEL-Spielplan. In Pula wird aber definitiv nicht gespielt."

Zagrebs Heimstätte bleibt aber der altehrwürdige Dom Sportova. 6000 Zuschauer fasst der Komplex in Beton-Charme. Er liegt strategisch aber perfekt. Nur einen Steinwurf ist die Altstadt entfernt, die für deutlich mehr Farbe sorgt.

Markus Kerschbaumer

Österreichs Goalie-Guru sitzt im Adlerhorst

Mit Markus Kerschbaumer hat der VSV den gefragtesten Tormanntrainer Österreichs in seinen Reihen. Er war auch der Grund, wieso den Adlern der Transfercoup mit Meisterkeeper David Kickert gelang. Ein Portrait über den harten Arbeiter mit guten Zeitplan.

Das Wort Stress ist für Markus Kerschbaumer nicht relevant. Obwohl er zwei Jobs ausübt, seine Familie für ihn an oberster Stelle steht und er gerne den Golfschläger schwingt. "Es ist alles nur eine Sache des Zeitmanagements. Jeden Sonntag setzen wir uns zusammen und planen die Woche. Es gibt natürlich entspannte und weniger entspannte Wochen, aber es hängt alles von der Zeiteinteilung ab", erklärt der 42-Jährige. Wobei er auf keinen seiner zwei Jobs verzichten will. Zu viel Spaß macht ihm seine Tätigkeit in der Gebietskrankenkasse und beim VSV.

Die Blau-Weißen sind seit 1986 seine große Leidenschaft. Beim zweiten Betreten der Arena, da es beim ersten Mal ein Missverständnis gab, "hat meine Sucht begonnen". Schon zuvor spielte Kerschbaumer mit seinem Nachbarn Marco Pewal und weiteren Freunden tagtäglich Landhockey. Was sich bis heute in abgespeckter Form gehalten hat. "Fast jeden Sonntag spielen wir um 10 Uhr Ballhockey."

Greg Holst verhalf ihm zur Trainer-Karriere

Die Position des Tormanns übte auf ihn eine gewisse Faszination aus, so wie ihm während seiner Laufbahn bald klar war, dass er nach Beendigung seiner Karriere unbedingt als Goalie-Coach tätig sein will. "Als ich mein großes Idol Patrick Roy gegen Ende der 80er-Jahre von den Montreal Canadiens erstmals sah, war ich völlig begeistert, weil er irgendwas anders als alle anderen machte." 1992 lernte der Familienvater den Trainer von Roy, Francois Allaire kennen, danach war Kerschbaumer von dieser Tätigkeit noch mehr angetan. Als ihm Greg Holst nach Beendigung seiner aktiven Karriere 2005 fragte, was er künftig beim VSV machen will, musste der Villacher keine Sekunde überlegen. Seit dem arbeitet Kerschbaumer äußerst erfolgreich als Tormanntrainer und ist zusätzlich Videocoach der Adler. Ein Job als Headcoach reizt ihn überhaupt nicht. "Es sind zwei so konträre Tätigkeiten. Der Headcoach ist auf einer ganz anderen Ebene. Als Tormanntrainer ist man viel näher beim Spieler, das taugt mir." Er ist mit Leib und Seele dabei, setzt sich mit großer Intensität damit auseinander. Seine Arbeit brachte z. B. Bernhard Starbaum nach Schweden, reifte ein JP Lamoureux zum Top-Goalie.

Talente landen meist in der Kärntner Liga, weil sie von allen Seiten hören, wie gut sie sind. Kickert und Herzog sind bei uns, weil sie Potenzial haben, nicht nur, weil sie jung sind.

Markus Kerschbaumer, VSV-Tormanntrainer

Beim Wort Talent stellen sich bei Kerschbaumer die Haare auf. "Talente haben meist die Angewohnheit, dass sie in der Kärntner Liga landen. Weil sie von allen Seiten hören, wie gut sie sind. Und wenn sie das hören, fangen sie es glauben an und sie hören auf, gut werden zu wollen. Nur wer stetig hart an sich arbeitet, der kann viel erreichen."

Viel erreichen will er heuer mit dem VSV, da wird viel von den Leistungen von David Kickert und Lukas Herzog abhängen. "Sie sind bei uns, nicht weil sie jung sind, sondern weil sie Potenzial haben. Es wird immer einen Gegenwind geben, aber damit müssen sie umgehen."

Kerschbaumers Schützlinge

Gert Prohaska: Spielte schon mit Kerschbaumer zusammen, feierte unter ihm und Greg Holst 2006 die Meisterschaft.

Bernhard Starkbaum: Beerbte Prohaska als Stammtorhüter, schaffte später den Sprung nach Schweden und kehrte vergangene Saison zurück in die Heimat, wo er in Salzburg zwischen den Pfosten steht.

JP Lamoureux: Kam aus Laibach, steigerte sich in Villach zum besten Goalie der Liga und wurde 2017 mit Wien Meister.

Olivier Roy: Galt als talentiert, aber trainingsfaul. War vergangene Saison von Verletzungen geplagt, zeigte in vielen Spielen aber, wozu er im Stande gewesen wäre...

David Kickert: Wechselte wegen Kerschbaumer von Meister Wien nach Villach, um sich - so wie Lukas Herzog - weiterzuentwickeln.

Weiters: Thomas Höneckl, Rene Swette, Marco Wieser, Patrick Machreich uvm.

Zur Person

Markus Kerschbaumer

Alter: 42 Jahre

Familie: verheiratet mit Uli, zwei Töchter mit Tessa (12 Jahre) und Victoria (3)

Hobbys: Ballhockeyspielen, Golf und Reisen

Karriere: 2002 Meister mit dem VSV, 2001, 2003, 2004 Vizemeister mit den Adlern

Tormanntrainer: Seit 2005 arbeitet er erfolgreich beim VSV. Er machte Gert Prohaska stärker, brachte Bernhard Starkbaum nach Schweden und machte aus JP Lamoureux einen Top-Goalie. Obwohl er schon verlockende Auslandsangebote hatte, hielt er bisher dem VSV stets die Treue

Geldgeber

Mäzene als Grundstein für den Erfolg

Wer einen großzügigen Geldgeber im Hintergrund hat, tut sich beim Erstellen eines Budgets schon wesentlich leichter. Obwohl es im österreichischen Eishockey um keine Gewaltsummen geht, sind die Gaben der Mäzene äußerst wohltuend. Damit können sich diese Vereine, mit wenigen Ausnahmen, die besten österreichischen Spieler leisten und auch Geld in die Nachwuchsarbeit stecken.

Die Mäzene übernehmen im weltweiten Sport immer mehr das Kommando. So zum Beispiel investierte Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan in Manchester City an die eine Milliarde Dollar, bis sich das Team nach 44 Jahren wieder die englische Krone aufsetzen konnte. Nun eifert ihm Nasser Al-Khelaifi, der angeblich bis zu 100 Millionen Dollar am Tag verdienen soll, nach. Sein Spielball ist das Team von Paris St. Germain. Nach dem Kauf von Neymar (222 Millionen Euro) wird nicht mehr viel Fehlen auf die Milliarden-Grenze, die er in die Franzosen in den letzten Jahren hineinbutterte.

In Österreich ist es Dietrich Mateschitz, der viel Geld in den Sport investiert, aber nicht von seinem Privatvermögen (geschätzte zehn Milliarden Euro), sondern mit den Millionen von Red Bull. Davon profitieren die Eishackler aus Salzburg. Milliarden-Erbin Heidi Horten-Goess (geschätzte drei Milliarden Euro) unterstützt den KAC mit ihrem eigenen Geld. Bei den Vienna Capitals dürfte es ein Mix sein, da kommt Geld von den Firmen von Hans Schmid (geschätzte 100 Millionen Euro) und wohl auch etwas aus der Privatschatulle des gebürtigen Villachers.

Graz-Präsident Jochen Pildner-Steinburg (GAW) hat ebenfalls ein großes Herz für das Eishockey, findet aber noch nicht die richtige Formel, um den Steirern ein Erfolgskonzept zu verpassen. Bei den anderen Klubs der EBEL gibt es ebenfalls Gönner, aber nicht unbedingt Mäzene.

Geld kauft keine Titel, aber...

Ein guter Stamm an heimischen Kräften ist neben einem Mäzen stets ein guter Garant, um eine Meisterschaft zu gewinnen. In den letzten 18 Jahren holten Salzburg (sechs), der KAC (fünf) und Wien (zwei) gemeinsam 13 Titel. Für die restliche Konkurrenz blieben gerade mal fünf an der Zahl.

Mit Eishockey hat etwa Mateschitz eine emotionale Bindung. 1987 trat er mit dem Sponsoring für den Salzburger EC mit Red Bull erstmals in die Öffentlichkeit. Damals waren es 500.000 Schilling (36.000 Euro). Nach der Saison war der Klub trotzdem Pleite, sein Comeback im schnellsten Mannschaftssport der Welt folgte 13 Jahre später, als der Steirer aus dem EC Salzburg den EC Red Bull machte. Heidi Horten-Goess kam 1992 über Hellmuth Reichel zum KAC und blieb seit dem den Rotjacken treu. 2001 übernahm Hans Schmid die ein Jahr zuvor gegründeten Vienna Capitals, machte mit diesem Schritt das Eishockey in der Bundeshauptstadt wieder salonfähig.

Die Mäzene der Liga

Dietrich Mateschitz: Seit seinem Einstieg holte Red Bull Salzburg sechs Titel.

Heidi Horten-Goess: Sie stieg 1992 beim KAC ein, fünf Titel gab es in den letzten 18 Jahren.

Hans Schmid: Er übernahm 2001 die Vienna Captials, seither feierte er zwei Meisterschaften.

Jochen Pildner-Steinburg: Hat ein Herz für das Grazer Hockey.

Livespiele

Weniger Spiele auf den TV-Bildschirmen

Servus TV wird mehr Spiele im Internet übertragen, Sky zeigt ein Spiel pro Runde. EBEL-Hockey wird dafür aber bald virtuell spielbar.

Seit vergangener Saison ist der Bezahlsender Sky Inhaber der EBEL-Live-Rechte. Diese teilt man sich mit Servus TV, das zuvor jahrelang alleine für die Livespiele verantwortlich war. Auf Fernsehschirmen wird das heimische Eishockey in dieser Saison hauptsächlich auf Sky gezeigt, Servus-TV-Zuseher müssen vor den Computer wechseln. Von den bis Anfang November fixierten TV-Partien zeigt der Salzburger Sender nämlich nur ein Spiel im Fernsehen. Dabei handelt es sich um die Neuauflage des Vorjahresfinales zwischen Meister Wien und dem KAC.

Ansonsten gibt es – wie gewohnt – jeden Sonntag ein Spiel zu sehen, aber nur als Livestream unter www.servustv.com. Darunter etwa der Auftritt von Ligarückkehrer Zagreb am 10. Oktober in Salzburg, das Kärntner Derby am 29. Oktober in Klagenfurt oder das KAC-Heimspiel gegen die Capitals am 5. November.

Lokalschlager gegen Bezahlung

Im gleichen Zeitraum gibt es auf Sky – der Bezahlsender verpflichtete kürzlich Expertenlegende Gary Venner von Konkurrent Servus TV – zwölf Livespiele zu sehen. Wer die Liga-Auftaktrunde morgen von der Couch aus verfolgen will, der muss auf Sky zugreifen können, wo das Duell zwischen dem KAC und den 99ers aus Graz über die Bildschirme läuft. Der erste Lokalschlager zwischen dem VSV und dem KAC am 19. September in Villach gibt es ebenfalls nur gegen Bezahlung zu sehen. Augenscheinlich legt Sky bei seinen Live-Einsätzen großen Wert auf Prestigeduelle. Zu den ausgewählten Übertragungen bis Anfang November zählen etwa das "Westderby" zwischen Dornbirn und Innsbruck am kommenden Dienstag, oder der Ost-Schlager zwischen Wien und Linz am 21. September.

Radio Kärnten liefert wie gewohnt mit dem "Eishockey Magazin" Live-Einstiege von allen Spielen der Kärntner Klubs.  Videospieler können ab 15. September übrigens beim EA-Spiel "NHL 2018" mit ihrem Team auf Xbox One und Playstation 4 die Saison bestreiten.

Liveübertragungen

Sky: KAC-G99 (8.9.), DEC-HCI (12.9.), RBS-VIC (14.9.), VSV-KAC (19.9.), VIC-BWL (21.9.), KAC-BWL (28.9.), G99-RBS (6.10.), VSV-ZNO (12.10.), HCI-G99 (19.10.), MZA-VIC (26.10.), HCB-BWL (31.10.), ZNO-KAC (2.11.)

servustv.com: VIC-KAC (10.9.), BWL-VSV (17.9.), BWL-DEC (24.9.), RBS-MZA (1.10.), MZA-BWL (8.10.), KAC-VIC (15.10.), HCI-RBS (22.10.), KAC-VSV (29.10.), KAC-RBS (5.11.)

Radio Kärnten: Bei allen Ligaspielen von KAC und VSV gibt es im Eishockeymagazin wie gewohnt Liveeinstiege.

Kleine Zeitung: An jedem Spieltag Liveartikel und ein Livescoring auf www.kleinezeitung.at/eishockey

EBEL-Videospiel

NHL 2018

Ligen: Neben der NHL gibt es acht europäische Topligen, darunter heuer auch die EBEL.

Erhältlich ab 15. September weltweit.

Konsolen: Xbox One, PS4

Berichterstattung

Die ganze Saison mit der "Kleinen" live dabei

An den Spieltagen werden sie von der Kleinen Zeitung über alles sofort informiert.

Mit der Kleinen Zeitung sind sie während der ganzen EBEL-Saison hautnah dabei. Via Kleine-App sogar live mittels Toralarm. Fotoserien, Livescorings, Videos, Hintergrund-Berichte und "Schmankerln" vom Trainingsbetrieb finden sie laufend unter kleinezeitung.at/eishockey.

An diesem Dossier als täglichen Begleiter arbeiteten Ressortleiter Martin Quendler, die Redakteure Julia Baumgartner und Mario Kleinberger sowie die freien Mitarbeiter Philip Edlinger und Herwig Gressel mit. Wir freuen uns, Sie auch während der Saison laufend mit Hintergrundinformationen über VSV, KAC und die Graz 99ers aber auch von den anderen EBEL-Teams, wie vor allem Titelverteidiger Wien, zu versorgen.