Forderung: Straßgang soll Seiersberg werden
Straßgang soll Seiersberg werden, ließ Straßgangs roter Bezirksvorsteher-Stellvertreter Dieter Mandl jüngst aufhorchen. Ein Telefonat über politische Stammtisch-Schmähs und Groß-Graz.

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Herr Bezirksvorsteher-Stellvertreter, sie jubelten darüber, dass Seiersbergs Bürgermeister Werner Baumann Straßgang eine Bank spendiert hat. Und Sie ließen wissen, es hätte viel Charme, wenn bei einer Fusion Straßgang zu Seiersberg käme, nicht Seiersberg zu Graz. Was haben Sie sich dabei bitte gedacht?
DIETER MANDL: Da muss ich die Vorgeschichte erzählen, die 2008 begonnen hat. Die Stadt hat eine Bank in der Aribonenstraße entfernt, weil sie die Straße saniert hat, die Bank aber nie wieder aufgestellt. Ich habe telefonisch, per Bezirksratsbeschluss und zuletzt wieder mündlich darum gekämpft, dass sie wieder kommt. Sie fehlte, weil es dort auch ein Seniorenheim gibt. Als Seiersbergs Bürgermeister Baumann das aus einer Wochenzeitung erfahren hat, hat er die Bank privat gekauft und uns zur Verfügung gestellt.
Und das alles ist natürlich ein gut eingefädelter politischer Stammtisch-Schmäh, oder?
MANDL: Natürlich ist das ein bisserl ein Schmäh, aber die Bank ist jetzt da. Und die Stadt hatte uns mitgeteilt, wir sollten sie aus dem ohnehin kleinen Bezirksbudget kaufen. Das wollte ich mir nicht gefallen lassen.
Ein Teil der Posse ist freilich, dass Sie vier Jahre lang um eine Bank kämpfen, aber nicht selbst aktiv werden und eine angeschafft haben. Da waren Ihnen die Senioren egal.
MANDL: Da bin ich schon stur, weil ich nicht einsehe, dass die Stadt die Bank nicht wieder aufgestellt hat.
Und Sie finden nichts dabei, dass Ortschef Baumann diesen "Polit-Coup" mit seiner privat gekauften Bank samt Übergabefoto und ihrem "Straßgang zu Seiersberg"-Sager kalt lächelnd über die offizielle Gemeinde-Kommunikation aussendet?
MANDL: Von dieser Aussendung wusste ich nichts. Und der Sager muss aus der Wochenzeitung von Juli zitiert sein. Dass er aber die Bank privat gekauft hat, ist ja klar. Sonst hätte er in seiner Gemeinde sicher ein Problem bekommen.
Reisende soll man ja nicht aufhalten. Herr Mandl, würden Sie jetzt lieber in Seiersberg wohnen?
MANDL: Nein, der Sager war natürlich auch ein politischer Gag. Ich bin selbstverständlich für Groß-Graz. Es sollten alle Umlandgemeinden eingemeindet werden.










