Nagls absurde Visionen
Die Bürger wurden nicht ausreichend informiert und haben den Vorstellungen von Bürgermeister Nagl zu Recht eine Absage erteilt, meinen Leser.

Foto © KLZ / FuchsZwei Mal Nein sagten die Grazer zu Umweltzone und Reininghaus-Kauf, den Leitprojekten des Bürgermeisters
"Nach Bürgervotum heißt es zurück an den Start", 18. 7. Reininghaus - ade, Umweltzone - ade, Nagl und sein Erfüllungsgehilfe Rüsch können auch gleich folgen, nachdem ihre hochtrabenden und absurden Visionen (Reininghaus) von den Grazer Bürgern richtigerweise ins Nirwana entsorgt wurden. Harald Streicher, Graz
Ein erfolgreiches Experiment
Warum hatte es der Herr Bürgermeister so eilig, dass eine fundierte Information der Grazerinnen und Grazer über die beiden Abstimmungsfragen nicht möglich war? Auch fehlten alternative Antwortmöglichkeiten. Vor allem Kauf und beabsichtigte Entwicklung der Reininghaus-Gründe sind so komplexe Themen, dass selbst Fachleute Schwierigkeiten haben, die Sinnhaftigkeit zu bewerten. Da wären umfassende Informationen mit Pro- und Kontra-Argumenten durch Experten von Wirtschaft bis zu Architektur und Raumplanung, vor allem aber ausreichend Zeit Voraussetzungen gewesen. So aber war es unmöglich, sich ein begründetes Urteil zu bilden und im Zweifel wird mit Nein gestimmt. Ein erfolgreiches Experiment war die Möglichkeit, via Internet abzustimmen. Daraus könnten neue Formen der Mitbestimmung mit relativ geringen Kosten entstehen. Heinz Uray, Graz
Feiern ist kein Grundrecht
"Frühe Sperrstunde spaltet die Politik", 12. 7. Eine Feier hat seit Menschheitsbeginn einen Grund. Geburtstage, bestandene Prüfungen, Jahrestage u. v. a. Findige, verantwortungslose Wirte der Nachtszene haben es geschafft, dass Jugendliche meinen, täglich, auch ohne Anlass, ein Recht auf Feiern zu haben. Bei diesen Feiern geht es vorwiegend um Alkoholkonsum, mit dem die Besitzer dieser Lokale reich werden. Zahl 1, trink 2 spricht schon für sich. Dass Feiern um 23 Uhr beginnt und erst um 6 Uhr früh enden muss, ist durch nichts zu begründen.
Im Gegenteil: Welcher arbeitende Jugendliche oder Schule oder Hochschule besuchende Jugendliche kann am gleichen Tag seinen Pflichten nachkommen, wenn er um 6 Uhr früh alkoholisiert nach Hause gekommen ist? Laut OECD-Bericht ist Österreich sowohl beim regelmäßigen Rauchen als auch bei Alkoholkonsum im vorderen Drittel.
Mein Mitleid mit den armen Wirten, die um ihre Existenz zittern, wenn die Sperrstunde schon auf 2 Uhr vorverlegt wird, hält sich in Grenzen. Als Arzt bin ich mit den Folgen, welche diese gewissenlosen Lokalbesitzer anrichten, konfrontiert. P.S.: In allen englischen Lokalen ist absolutes Rauchverbot und jedes Pub sperrt spätestens um 24 Uhr! Dr. Walter Fiala, Graz
Grünanlage in Gefahr
Jahrzehntelang haben Stadträte, Präsidenten des Landesverbandes der Heimgärtner Steiermarks sowie Obmänner des Heimgartens "Blumenfreunde" gekämpft, dass die schöne Vorzeigeanlage Dauerland wird, und jetzt wollen die Grünen mitten durch die Anlage, bei der Buhnengasse, einen asphaltierten Weg zur Murpromenade machen, wo doch bei der Pflanzengasse und Radgasse ein Weg besteht. Damit würde eine gepflegte Grünanlage zerstört werden. Man denke an die vielen Hunde, Radfahrer und Renner, dann wäre die ganze Pflege und Arbeit dahin. Erika Winkelbauer, Graz
Kunden fehlen
Kommentar: "Indianer-Weisheit", 12. 7. Sehr geehrter Herr Preis! Ich bin eine Unternehmerin in Frohnleiten (Schuhgeschäft) und gratuliere Ihnen zu Ihrem Kommentar. Leider fehlen auch den Geschäften dann die Personen, die etwas im Bezirksgericht zu erledigen haben, denn viele davon sind auch Kunden. Marianne Raiser, Frohnleiten
Fremde Federn
"Das härteste Training der Stadt", 15. 7. Ich wurde auf einen Artikel aufmerksam gemacht. Dieser behandelt laut Ihren Aussagen eine "neue in Graz entwickelte Trainingsmethode" - Cross Sports. Leider ist dieser Artikel alles andere als gut recherchiert, denn: Cross Sports wurde nicht in Graz entwickelt, sondern bereits Anfang 2000 in den Vereinigten Staaten von Greg Glassman unter dem Namen "Crossfit". Ich selber bin aktiver Crossfitter bei Crossfit Vienna und mir stellt es die Haare auf, wenn ich sehe, wie sich hier andere mit fremden Federn schmücken bzw. (durch Ihre Hilfe) schmücken lassen. Hier wird ganz klar durch falsche Fakten ein unkorrektes Bild suggeriert. Matthias Oberleitner, Wien
Rücksichtslos
Die Eustacchio-Gründe sind ein beliebtes Naherholungsgebiet für Mensch und Tier, Jung und Alt. Ich bin Frettchenbesitzer und lasse meine Lieblinge die Natur genauso genießen wie Hundebesitzer ihren Hunden. Wir waren gerade auf dem Heimweg und gingen an den Sportplätzen vorbei, als ich einen Hund auf uns zulaufen sah. Wir konnten unsere Frettchen gerade noch an den Leinen hochreißen, damit ihnen nichts passiert. Erst dann wurde der Hund zurückgerufen. Auf unseren Zuruf an die Hundebesitzerin, dass hier Leinenpflicht besteht, bekamen wir ein unhöfliches "nicht schon wieder diese Belehrungen". Daniela Hofmann, Graz
Unterbesetzt
Die Postfiliale Gleisdorfergasse ist seit Jahren personell unterbesetzt. Alle Achtung vor den Mitarbeitern! Besonders in der Vorweihnachtszeit, wenn die Kunden bis auf die Straße stehen und es regelmäßig zu Unmutsäußerungen kommt, wundert es mich, dass das Personal freundlich bleibt. Aber auch jetzt in der ruhigen Ferienzeit ist es nicht viel besser. Ich fordere den Generaldirektor der Post auf, diesen Zustand zu beseitigen. Zufriedene Kunden (und motivierte Mitarbeiter) werden es Ihnen danken. Hans Ebner, Graz










