Was haben Sie sich dabei gedacht, Herr Gollenz?
Der frisch gebackene Ex-Acoton-Geschäftsführer Gerald Gollenz wollte das "Lichtschwert" bei der Oper kaufen. Ein Gespräch über Thalia, Andreas-Hofer-Platz und die Zukunft des "Baulöwen".

Foto © Kanizaj M.
Herr Gollenz, Sie haben letzte Woche beim Thalia-Rundgang mit der Presse erzählt, Sie wollten das Lichtschwert kaufen. Warum das denn?
GERALD GOLLENZ: Stimmt, ich habe versucht, Georg Skerbisch zu kontaktieren, aber ihn nicht erreicht.
Der Sohn des verstorbenen Künstlers Hartmut Skerbisch überlegte, es ins Ausland zu verkaufen und wollte mit Stadt und den Bühnen darüber verhandeln, was es ihnen wert wäre, die Skulptur hierzubehalten. Wofür wollten Sie das Lichtschwert denn kaufen?
GOLLENZ: Ich persönlich wollte es ja nicht kaufen. Wenn, hätte das die Thalia GmbH, also die Acoton gekauft. Und natürlich, um es am Standort zu halten, weil es sehr gut dort hinpasst. Aber jetzt könnte ich das der Acoton nur noch vorschlagen. Ich bin ja seit Ende Juni dort nicht mehr Geschäftsführer. Aber ich denke, das Schwert dürfte wohl auch so in Graz bleiben.
Sind Sie nun Privatier?
GOLLENZ: (lacht) In Pension! Nein, nein. Sie erwischen mich gerade im Büro der Acoton. Ich bin ja hier noch zwei Jahre lang als Konsulent tätig und betreue den Thalia-Bau und das Projekt Andreas-Hofer-Platz weiter. Jetzt gehe ich einmal zwei Wochen auf Urlaub. Die nächsten beiden Monate bin ich nur Konsulent. Ich prüfe gerade drei Optionen und werde mich in den nächsten Wochen für eine davon entscheiden.
Das Immobilien- und Bauträgergeschäft bleibt Ihr Metier?
GOLLENZ: Selbstverständlich.
Und Graz bleibt Ihr Revier?
GOLLENZ: Natürlich.
Wird Reininghaus vielleicht auch zu Ihrem Revier?
GOLLENZ: Nein. Das sollen andere machen. Ich kann mich ja nicht um alles kümmern.
Und wann starten Sie jetzt den Architektenwettbewerb für den geplanten Acoton-Bau auf dem Andreas-Hofer-Platz?
GOLLENZ: Das müssen Sie jene fragen, die das blockieren, den Stadtbaudirektor Bertram Werle und Co. Ach ja, und noch etwas ...
... bitteschön ...
GOLLENZ: Es braucht sich keiner freuen: Ich bleibe weiter Obmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer.
Wieso, hätte sich da jemand über Ihren Abgang gefreut?
GOLLENZ: Ja, ganz sicher, man hat ja nicht nur Freunde.










