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Zuletzt aktualisiert: 22.06.2012 um 17:37 UhrKommentare

Zwischen Tokio und Buenos Aires

Für das Eröffnungskonzert der "styriarte" kehrt der international gefeierte Bariton Mathias Hausmann in seine steirische Heimat zurück.

Foto © Wilfried Hösl

"Mathis Huber gehört zu meinen allerersten Förderern und den steirischen Festspielen habe ich viele schöne Konzertverpflichtungen zu verdanken", erinnert sich Mathias Hausmann mit Dankbarkeit. Das ist freilich nicht der einzige Grund, warum er mit besonderer Freude bei dem von Intendant Mathis Huber moderierten "styirarte"-Eröffnungskonzert mitwirkt. Einerseits ergibt sich für den jetzt in München lebenden Sänger die Möglichkeit, in seine Heimat zurückzukehren: 1974 in Leoben geboren, ließ er seine Stimme in Graz von seinem Großvater Karl Ernst Hoffmann ausbilden, nach weiteren Studien in Wien und London gab er 2003 sein Debüt an der Grazer Oper. Andererseits freut er sich sehr darauf, bei dieser Gelegenheit erstmals mit dem Dirigenten Michael Hofstetter zusammenarbeiten zu können: "Mit Michael Hofstetter zu musizieren, hatte zuvor leider nie geklappt. Wir waren immer wieder gegenseitig im Publikum, aber unsere Kalender waren nie vereinbar."

Internationale Karriere

Unter dem Diktat des Kalenders leidet Hausmann auch privat: "Während des letzten Jahres war ich leider nur tageweise daheim." Daheim ist er in der bayerischen Metropole. "Ich lebe seit zwei Jahren in München, weil die Familie meiner Frau dort zu Hause ist. Wir haben vor einigen Wochen unsere zweite Tochter bekommen, und da ich so viel unterwegs bin, ist es wunderbar, dass meine Frau mit den Kindern nicht alleine ist und die Unterstützung ihrer Familie genießt." Sesshaft als Künstler war Hausmann nur von 2004 bis 2009 als Ensemblemitglied der Wiener Volksoper. Aber schon damals begann seine internationale Karriere: 2008 debütierte er bei den Salzburger Festspielen, im selben Jahr an der Mailänder Scala.

Gut gefüllten Terminkalender

Außerordentliche Popularität errang er als Danilo in Franz Lehárs Operette "Die lustige Witwe", den er in Mörbisch (Helmuth Lohners Inszenierung liegt auf DVD vor), Mailand und zuletzt auch am renommierten Teatro Colón in Buenos Aires verkörpert hat, so erfolgreich, dass ihn die argentinische Presse zum "Sänger des Jahres 2011" wählte. Über Langeweile kann der zwischen Tokio und Kopenhagen tätige Bariton nicht klagen: Zum Auftakt der Intendanz von Josef Ernst Köpplinger am Münchner Gärtnerplatztheater wirkt er im Herbst in Brigitte Fassbaenders Inszenierung von Donizettis "Don Pasquale" als Doktor Malatesta mit und mit dem Ensemble der Mailänder Scala soll er im Jänner 2013 an einem "Carmen"-Gastspiel in Athen teilnehmen.

ERNST NAREDI-RAINER

Fakten

"Liebe Familie".
Eröffnungsfest zur "styriarte". Helmut-List-Halle, Graz. 22. Juni, 20 Uhr. Tel. (0316) 825 000

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