Sportdirektor Koleznik: "Als Spieler ist das leichter"
Herr Koleznik, Sie haben 1974 erlebt, was Schicksalsspiele sind. Der GAK kämpfte um den Wiederaufstieg. Erinnern Sie sich an diese Momente?
WALTER KOLEZNIK: Natürlich. Der Rudi Roth war in Wien gegen den Wiener Sportklub im Tor und hat alles gehalten. Ein Wahnsinn. Aber als Spieler ist das leichter.
Sie leiden heute mehr?
KOLEZNIK: Sicher, denn als Spieler gehört das mit dem Adrenalin halt einfach zum Spiel dazu.
Aber jetzt geht es um alles oder nichts, viele Spieler werden den GAK verlassen, wenn die Spiele schlecht verlaufen.
KOLEZNIK: Nein, das stimmt nicht. Nur 5, 6 Spieler überlegen noch, die anderen bleiben auch in der Regionalliga.
Eine Zukunft, über die man aber gar nicht nachdenken will ...
KOLEZNIK: Dieser Verein gehört einfach nicht in die Regionalliga. Das ist ein Bundesligaklub. Wir müssen aufsteigen!
Und wie ist das zu schaffen?
KOLEZNIK: Das Wichtigste ist, dass wir als Mannschaft auftreten. Jeder hilft jedem. Wenn einer einen Fehlpass macht, dann hilft der andere. Keiner schimpft. Wir müssen eine Elf sein, dann geht's. Nur dann.
Walter Koleznik (70) verbrachte seine gesamte aktive Karriere als Spieler und Trainer beim GAK und wurde 2002 von den Fans ins "Jahrhundert-Team" gewählt.










