Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Kärnten-Ausgabe
  • 20. September 2014 08:00 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
    Wie viel ist uns der Tierschutz wert? Florian Pochlatko: "Dieser Preis gibt mir Mut" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: G7 - Die Stadtzeitung Nächster Artikel Wie viel ist uns der Tierschutz wert? Florian Pochlatko: "Dieser Preis gibt mir Mut"
    Zuletzt aktualisiert: 21.05.2012 um 13:09 UhrKommentare

    Zu Gast in der Basis

    Die Grazer Alternative-Rocker The Base feiern dieser Tage das zehnjährige Jubiläum in der heutigen Besetzung. Auf ein Bier und ein Tratscherl im Proberaum.

    Rock 'n' Roll im Untergrund. Auf ein Geburtstagsbier mit The Base: Karlheinz Miklin, Norbert Wally und Albrecht Klinger (v. links)

    Foto © Gernot EderRock 'n' Roll im Untergrund. Auf ein Geburtstagsbier mit The Base: Karlheinz Miklin, Norbert Wally und Albrecht Klinger (v. links)

    In den "Katakomben" unter dem Parkgebührenreferat in der Keesgasse könnte man sich leicht verirren. Was man von oben nicht vermuten würde: Hinter den Kellertüren befinden sich Proberäume, einer davon ist seit weit mehr als zehn Jahren die Homebase von The Base. Es sieht aus, wie es in einem Proberaum aussehen muss: Schlagzeug, Gitarren, Verstärker, eine durchgesessene Flohmarkt-Couch, ein Kühlschrank voller Bier und Lebensmittel zweifelhaften Zustands. Schlagzeuger Karlheinz Miklin durchforstet gerade die Regale und fördert Schätze zutage: Base-CDs, die längst als vergriffen gemeldet wurden.

    Wie geht es euch, wenn ihr alte Aufnahmen von euch anhört?

    NORBERT WALLY: Ab "Things To Remember" geniere ich mich nicht mehr. Aber das Niveau der jungen Bands ist heute besser. Die wissen viel eher, was sie wollen, denken mehr an das Produkt.

    KARLHEINZ MIKLIN: Wir haben uns nie nach einer Strömung ausgerichtet, auf jedem Album sind mehrere Musikstile vertreten. Und unsere Songs sind fast immer zu lang fürs Radio.

    WALLY: Aber auch, wenn uns das "End of Genre" von Anfang an begleitet hat, es gibt etwas, das alles zusammenhält: das musikalische Vokabular, die Qualität bei Verstärkern und Instrumenten. So konnten wir auch in schlimmen Konzertsituationen bestehen.

    Wie viele Stunden habt ihr in den zehn Jahren im Keller verbracht?

    WALLY: Hm. Wir haben zum Jubiläum Hochrechnungen angestellt und sind auf 12.000 Bier gekommen. Klingt schlimm, heißt aber nur: ein Bier pro Mann pro Tag.

    Und Stunden im Proberaum?

    MIKLIN: Vor zehn Jahren wesentlich mehr als jetzt.

    WALLY: Vielleicht zwei Stunden pro Woche. Macht ca. 100 Stunden im Jahr, das wären 1000 Stunden. Damit hätten wir ja zwölf Bier pro Stunde getrunken!

    Ist so viel Zeit im Keller, jetzt abgesehen vom Bierkonsum, der Gesundheit zuträglich?

    MIKLIN: Wir haben da noch keine Langzeitstudien angestellt.

    WALLY: Der Grund für unsere statische Bühnenshow: Ich habe vor sieben Jahren zum letzten Mal aufgestampft, weil es so staubt.

    Anlass für das Jubiläum ist, dass Bassist Albrecht Klinger zur Band stieß. Was hat sich da verändert?

    WALLY: Albi war ein gewaltiger Gewinn. Ich habe ihn schon gekannt, er spielte damals bei Georg Altzieblers Band Bloom05. Sie und The Base, das war damals wie GAK gegen Sturm.

    ALBRECHT KLINGER: The Base waren ja mit ihrem ersten Album damals nicht unerfolgreich.

    Welche Höhepunkte gab es in den letzten zehn Jahren?

    WALLY: Für mich, dass wir uns noch immer verstehen. In einem "Außerbandleben" hält eine Beziehung selten zehn Jahre.

    MIKLIN: Stimmt, die letzte Handgreiflichkeit war, bevor Albi zur Band stieß.

    WALLY: Es gibt eigentlich viel mehr Gründe für eine Band, sich aufzulösen als zusammenzubleiben.

    Also: Aus welchen Gründen seid ihr dann zusammengeblieben?

    MIKLIN: Warum bleiben Leute verheiratet? Es kommt meistens eh nix Besseres nach.

    Wie entstehen eure Songs?

    MIKLIN: Das muss man sich so vorstellen: "Norbert, kannst du auf die Kinder schaun?" - "Na, ich muss komponieren!"

    WALLY: Wir gehen jetzt zu Pfingsten übrigens ins Studio und nehmen unser nächstes Album auf: "Secret second thoughts". Es wird pathetisch.

    MIKLIN: Noch pathetischer.

    KLINGER: Und die neuen Nummern sind bis jetzt noch sehr lang.

    Ihr seid alle in "richtigen" Berufen. Was wurde aus dem Traum, von der Musik leben zu können?

    WALLY: Ein Urlaub geht sich wenigstens schon aus.

    Karibik oder Kroatien?

    WALLY: Kroatien.

    MIKLIN: Für diesen Traum waren wir einfach viel zu lasch.

    KLINGER: Der Zeitaufwand ist ja nicht so groß.

    WALLY: Man müsste für Musik leben, um von Musik leben zu können. Wir wären aber alle gut genug, um als Profimusiker in irgendwelchen Bands zu spielen.

    KLINGER: Bass spielen bei U2 könnte ich auch, das ist leicht.

    INTERVIEW: NINA MÜLLER

    Auf Augenhöhe

    The Base: Albrecht Klinger - Bass, Karlheinz Miklin jr. - Schlagzeug, Norbert Wally: Gesang, Gitarre.

    Gegründet 1989 als ehemalige Schulband, bis Mai 2002 mit Heinz Nussbaumer am Bass.

    Erstes Album: "jet crash kills", 1996.

    Bislang letztes Album: "Tested Under Extreme Conditions", 2011.

    Live: 24. Mai, 20 Uhr, Postgarage, Graz. Gäste: Lichtenberger Bozoki (Trompete) und Kurt Bauer (Geige).

    Mehr G7 - Die Stadtzeitung

    Mehr aus dem Web

      G7 E-Paper

      G7

      Fitnesstrend: Boxen im Studio Yomo in Graz 

      Fitnesstrend: Boxen im Studio Yomo in Graz





      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang
      Bitte Javascript aktivieren!