Rätsel um tote Kaninchen vom Schwarzlsee
Eine Viruserkrankung streckt derzeit die beliebten Wildkaninchen am Schwarzlsee hin.

Foto © Jürgen FuchsAm Schwarzlsee gibt es derzeit einige tote Kaninchen
Sie sind die Lieblinge der Badegäste am Schwarzlsee: die am Waldrand, auf den Parkplätzen und in den Büschen herumhoppelnden Wildkaninchen, die am Schwarzlsee und darüber hinaus in großen Kolonien leben. Doch das Kaninchenvolk ist bedroht. "Seit Wochen liegen rund um den Schwarzlsee tote Hasen herum, so an die 30", berichtete ein G7-Leser kürzlich. Amtstierarzt Diethard Hönger bestätigt: "Eine Viruserkrankung, die sogenannte Kaninchenseuche oder Myxomatose, setzt den Wildkaninchen dort arg zu."
Eine derartige Epidemie komme bei dichten Kaninchen- oder Hasenpopulationen immer wieder vor, so Hönger, da sich die Krankheit über die Körpersekrete (etwa Augen- und Nasensekret) leicht übertragen. Die Myxomatose endet tödlich. Es beginnt mit geschwollenen Augen, einer Kopfverdickung, Fieber, zunehmender Schwäche, das Gefäßsystem bricht zusammen.
Ungefährlich
Für den Menschen stellt die Krankheit übrigens keinerlei Gefahr dar, sie ist nicht auf ihn übertragbar und ist auch nicht melde- oder anzeigepflichtig, so der Amtstierarzt. Dennoch, tote Tiere müssen über die Tierkörpersammlung der Gemeinde entfernt werden. "Darum haben wir auch die Jägerschaft informiert, damit diese sie entsprechend entsorgt", sagt Hönger.
Doch in den Wirtschaftshöfen der zuständigen Gemeinden Unterpremstätten und Kalsdorf, wo Tierkörpersammelbehälter für tote Tiere bereit stehen, weiß man von einem Kaninchensterben am Schwarzlsee oder von aus dort angelieferten Tieren jedenfalls nichts. Auch die zuständige Tierkörperverwertung (TKV) in Ehrenhausen hat von einem massenhaften Kaninchensterben in Unterpremstätten noch nichts gehört. "Uns hat niemand mit einer solchen Entsorgung beauftragt", rätselt TKV-Direktor Manfred Kainer.
"Derzeit sind am Schwarzlsee-Areal jedenfalls keine toten Tiere mehr zu finden", bekundet Manuela Forstner von der Leutgeb Entertainment Group. Und löst das Rätsel um die verschwundenen Tierkadaver: "Unsere Haustechniker haben die herumliegenden Tiere zum Tierkörpercontainer in Unterpremstätten gebracht und dort entsorgt."










