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Zuletzt aktualisiert: 11.05.2012 um 10:56 UhrKommentare

Hektik beim Festivalfinale im Lend

So lange wie heuer hat der Lendwirbel noch nie gedauert, so viele Programme waren noch nie zu sehen. Was bisher geschah und der Festival-Fahrplan für das Finale.

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Einen unbespielten Fleck im Lendviertel zu finden, ist derzeit kaum möglich. Der Lendwirbel, das kreative Gemeinschaftsfest, greift seit vergangenem Freitag um sich. Kurz vor dem Final-Wochenende scheint sich das Festival nun das gesamte Grätzelgebiet einverleibt zu haben. Hier der Herrgottswinkel, eine Installation über Religionen, dort das Kunstprojekt über das letzte Hemd und drüben - nämlich im Friseursalon Haarschneiderei - kann man in die Welt der 50er-Jahre eintauchen.

Die Festivalvielfalt heuer ist nicht zuletzt auf die Wirbelverlängerung zurückzuführen. Länger als eine Woche, noch bis 13. Mai, darf die Stadtteilsause 2012 dauern, bei der das Programm von jedem gestaltet werden konnte, der Interesse und Ideen hatte. So sind oft über 40 verschiedene Programmpunkte pro Tag entstanden, ein prall gefüllter Terminkalender für Festivalgänger.

"Der Musikschwerpunkt am Samstag wird wohl wieder für die meisten Besucher sorgen", sagt das Koordinationsteam. Zahlreiche Bands spielen sich am 12. Mai ab elf Uhr ihre Finger wund, darauf standen die Wirbelbesucher schon immer. Tanzen und trinken, das bringt die Leute halt nach wie vor zusammen. Und genauso wichtig bei der fünften Ausgabe des Viertelfests: Gemütlichkeit. Selbst wenn durchaus ein wenig Stress aufkommen kann, möchte man sich an den letzten drei Lendwirbel-Tagen wenig bis nichts entgehen lassen. Der Morgen beginnt jeweils mit Elmar Gubisch, der die Lendwirbler fit für das Fest macht. Danach geht es zur privaten Musikstunde bei Disco Intim (Freitag, 10 Uhr, Volksgarten), Samstag früh Fixpunkt: Permalend+Breakfast, das Frühstück unter Nachbarn im öffentlichen Raum. Schlemmen zur Stärkung für das, was noch bevorsteht. Spätestens am letzten Tag muss man sich dann auch noch im Gästebuch am Mariahilferplatz eintragen. Freizeitstress.

Die Halbzeitbilanz

Die Lend-Leute strahlen, auch die Organisatoren im Hintergrund sind zufrieden. "Es plätschert alles so lose und locker dahin", sagen sie und finden das "herrlich". Lediglich eine kleine Kontroverse gab es beim Lendwirbel bisher. Der Triumphbogen auf dem Mariahilferplatz, gefüllt mit Altbrot, wurde zum Kritikpunkt. Warum das Werk von Wolfgang Oeggl und Markus Jeschaunig aber keine Lebensmittelverschwendung ist, klären die beiden in einer Diskussionsrunde am Samstag ab 11 Uhr mit Bäckerei-Chef Martin Auer und Werner Reiser vom Koch-Künstler-Kollektiv Cooks of Grind.

SABRINA LUTTENBERGER

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