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    Zuletzt aktualisiert: 10.04.2012 um 10:50 UhrKommentare

    Was haben Sie sich dabei gedacht, Frau Schröck?

    Just im Jahr vor der Gemeinderatswahl bricht die SPÖ unter der neuen Chefin Martina Schröck mit einer Tradition. Jahrelang lud sie Familien am Ostersonntag zum Eiersuchen im Augarten ein. Heuer nicht. Warum?

    Foto © Gernot Eder

    Frau Stadträtin, ist das klug, dass Sie als Parteichefin die Tradition der SPÖ-Ostereiersuche für Familien im Augarten beenden? Will man nicht mehr bei den Menschen sein?

    MARTINA SCHRÖCK: Also ich sehe darin nicht die Katastrophe. Wir hatten heuer einen Sponsorausfall. Natürlich sind wir weiter bei den Menschen und bei den Familien. Es gab von uns in Straßgang und Gösting kleinere Ostereiersuchen.

    Die Aktion im Augarten ist so teuer, dass die Partei das nicht kompensieren kann?

    SCHRÖCK: Ja. Die Eier hätten wir gehabt, aber wir haben da immer auch tonnenweise Schokohasen versteckt, das geht ohne Sponsor nicht. Aber das war ein einmaliger Ausfall, 2013 wollen wir die Tradition wieder aufnehmen.

    Das Augartenfest der SPÖ wird es heuer geben?

    SCHRÖCK: Ja, natürlich.

    Zu Ostern muss ich das einfach fragen. Nach dem Parteitag im Jänner und ihren Plakaten musste man Martina Schröck mit politischen Erfolgen zuletzt eher suchen. Wo stecken Sie denn?

    SCHRÖCK: Diese Woche war ich auf Urlaub, bin aber gestern schon zurückgekommen. Ich habe nicht den Eindruck, dass man mich in letzter Zeit suchen musste.

    Meinungsumfragen (siehe heute die aktuelle Graz-Umfrage in der Kleinen Zeitung, Anm.) bescheinigen Ihnen nur mäßigen Erfolg. Haben Sie das Gefühl, dass Sie mit der Grazer SPÖ auf einem guten Weg sind?

    SCHRÖCK: Also bei unserer eigenen Umfrage kurz nach dem Parteitag im Jänner lagen wir bei 21 Prozent ( bei der Gemeinderatswahl 2008 hatte die Grazer SPÖ 19,74 Prozent, Anm.).

    Sie haben also persönlich den Eindruck, es geht bergauf?

    SCHRÖCK: Ja, vor allem auch bei direkten Kontakten mit den Menschen. Es bekennen sich wieder viele zur SPÖ, von denen ich das gar nicht erwartet hätte.

    Und Sie wollen verstärkt auf Menschen zugehen?

    SCHRÖCK: Ja, nächste Woche präsentieren wir, was wir vorhaben. Wir wollen 40.000 Menschen bei direkten Begegnungen erreichen.

    Sie wollen aber nicht, wie Ihr Vorgänger Edmund Müller, dass Ihre Genossen bei Hausbesuchen Klinken putzen, oder?

    SCHRÖCK: Nein, wir organisieren eben Begegnungen, aber lassen Sie sich einfach überraschen.

    INTERVIEW: BERND HECKE

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