Maroni in Graz: Bis zu 60 Prozent Nieten
Qualitätstest an den Maroni-Standln: Arbeiterkammer deckt teils grobe Mängel und versteckte Preisunterschiede auf.

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Sie werden an allen Ecken zum Einheitspreis feilgeboten - die heißen Maroni. Die steirische Arbeiterkammer hat nun mit dem Institut Wagner (für Lebensmittel- und Biotechnologie) an acht Standln in Graz den Qualitätstest gemacht - mit teils ernüchternden Ergebnissen.
Die Kontrollore kauften pro Stand fünf Stanitzel, wogen sie, zählten die Stück und errechneten den Kilopreis. Diese Hochrechnung zeigt, dass ein Stanitzel zwar überall 2,20 Euro kostet, aber mengenmäßig eben nicht gleich viel bietet. Und so gibt es beim Kilopreis Differenzen von bis zu fünf Euro.
Unbefriedigend
Doch auch bei der Qualität hapert es: Addiert man die Nieten aus verbrannten, eingetrockneten, wurmigen und verschimmelten Früchten beträgt die Ausfallquote im schlimmsten Fall mehr als 60 Prozent, im besten Falle immer noch mehr als zehn Prozent. Auch bei Betrachtung der Durchschnittswerte ist für die AK-Experten die Qualität der Grazer Maroni "recht unbefriedigend": "Bei einem Durchschnitts-Kilopreis von 18,14 Euro sind 17,78 Prozent der Maroni eingetrocknet und verbrannt und 13,55 Prozent verdorben." Positives Ergebnis: Bei der Ware, die bei allen aus Italien kommt, konnten keine Pestizide nachgewiesen werden.










