Was wurde aus der Piratenpartei Graz?
Fast zwei Jahre lang hat die Piratenpartei in Graz ihr Unwesen getrieben. Dann wurde es still um die Stimmenjäger.

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In Berlin erkämpft sich die Piratenpartei 8,9 Prozent der Wählerstimmen, in Graz ringt sie gerade mit der Neugründung.
"Innerhalb unserer Partei gibt es seit kurzer Zeit neue Statuten", so Andrea Grasserbauer von der Bundesgeschäftsführung der Piratenpartei Österreichs. Deshalb habe man die seit 2009 tagende Grazer Runde im August dieses Jahres auflösen müssen - eben um sie anhand der neuen Richtlinien wieder aufzubauen. Außerdem wären den Steirern nach und nach die Leute abhandengekommen. Grasserbauer: "Viele Mitglieder aus Graz sind aufgrund ihres Studiums nach Wien gezogen, auch die Landesvorstände waren auf einmal in Österreich verstreut." Von den Spitzenzeiten mit bis zu fünfzig Grazer Piraten war man dann weit entfernt. Maximal zehn Personen hätten sich am Ende noch zusammengefunden.
Neue Mitglieder
Mit dem Rückenwind aus Deutschland soll sich das nun wieder ändern. "Durch die Medienpräsenz erfahren viele Interessierte erst jetzt, dass es die Piratenpartei auch bei uns gibt." Neuanmeldungen gäbe es daher genug, die erste Mitgliederversammlung in der steirischen Hauptstadt soll Ende Oktober einberufen werden.
Dann, so hofft Grasserbauer, liege auch schon das neue Parteiprogramm vor. Die bisherigen Schwerpunkte der IT-Partei "Privatsphäre, Bildung, Urheberrecht und Patente" würden gerade erweitert. Das bedingungslose Grundeinkommen soll eine der neuen Forderungen darstellen. "Ich sehe uns nämlich nicht als Protestpartei. Wir sind eine junge Partei mit frischen Ansätzen, die unter anderem den hohen Stellenwert der Informationstechnologie im heutigen Leben erkannt hat."
Ob die Piraten damit bei den Grazer Gemeinderatswahlen 2013 antreten werden, liege ganz bei den autonomen Steirern, so Grasserbauer. "Aber wenn die Mitglieder so motiviert bleiben, warum nicht?"









