Studiengebühren wieder einführen?
Der ehemalige TU-Rektor Hans Sünkel unterstrich bei seiner Amtsübergabe, dass man man bei weitgehend freiem Hochschulzugang Ineffektivität und Qualitätsverlust an den Unis in Kauf nehmen müsse. Sollen Studiengebühren wieder eingeführt werden?

Foto © Gernot EderAda Gromic und Georgi Skovran
Wie viel ist Bildung wert? Eine Diskussion allemal, denn die gibt es immer wieder, wenn das Thema "Studiengebühren" aufs Tapet kommt. Der ehemalige Rektor der TU-Graz Hans Sünkel wies bei seiner Amtsübergabe noch einmal klar daraufhin, dass man bei weitgehend freiem Hochschulzugang Ineffektivität und Qualitätsverlust in Kauf nehmen müsse. Es brauche daher einen geregelten Zugang und eine adäquate Hochschulfinanzierung.
Pro
Ada Gromic (25), studiert Jus und Soziologie: Ein schwieriges Thema. Einerseits bin ich schon der Meinung, dass Studiengebühren eingehoben werden müssen. Es wäre ein Weg, die Bummelstudenten von all jenen zu unterscheiden, die ihr Studium wirklich rasch und zügig durchziehen wollen. Andererseits verstehe ich aber auch Studenten, die neben ihrem Studium hart arbeiten müssen, um sich Leben und Wohnen finanzieren zu können. Verständlich, dass man dann auch länger braucht. Man sollte auch die Kosten für Studienunterlagen und Bücher nicht unterschätzen, das summiert sich ganz schön.
Contra
Georgi Skovran (23) studiert Französisch, Philosophie und Psychologie auf Lehramt: Ich bin eindeutig gegen Studiengebühren. Ich sehe es bei mir selbst, ich könnte mir mein Studium bei Studiengebühren einfach nicht mehr leisten. In meiner Freizeit gehe ich arbeiten, um mir Leben und Wohnen finanzieren zu können. Das ist schon hart genug. Ich bekomme keine Studien- oder Familienbeihilfe mehr. Außerdem ist nicht jeder Lebenslauf gleich, aber alle müssten denselben Betrag zahlen, das finde ich wirklich nicht fair. Bildung sollte einfach für alle da sein und keine Klassenunterschiede machen.










