Pro & Contra: Sommer in Graz
Neun Wochen Nichtstun. Was Schüler schätzen, fällt für Erwachsene unter den Begriff Sommerloch. Lohnt es sich, den Sommer in Graz zu verbringen oder ist nichts los?

Foto © Sabine Hoffmann
Die Bühnen machen Aufführungspause, Klubs fahren ein eingeschränktes Programm auf und der Jazzsommer wird aus Budgetgründen von Jahr zu Jahr kleiner. Auf der anderen Seite bietet der Sommer Konzerte unter freiem Himmel, zum Beispiel macht La Strada die Stadt in dieser Woche zur großen Bühne.
Pro
Cornelia Kaufmann (30): Einmal ganz abgesehen von Veranstaltungen ist Graz meiner Meinung nach ein idealer Ort, um den Sommer zu verbringen. Die vielen Kaffeehäuser mit den Gastgärten, die vielen Parks. Das Leben spielt sich - wenn das Wetter passt - wirklich im Freien ab. Ich selbst besuche oft Veranstaltungen auf den Kasematten und am Citybeach oder die Gratis-Murszene-Konzerte am Mariahilferplatz, das ist Sommerfeeling pur. Also ich kann da kein Sommerloch erkennen. Aber man muss halt auch wirklich in Graz bleiben, nicht immer wegfliegen, und die Sachen in Anspruch nehmen.
Contra
Niko Tzanoukakis (25): Graz hat für seine Größe eigentlich recht viel zu bieten. Was man im Sommer aber schon immer merkt, ist, dass die Studenten aus Graz weg sind. Gerade kleinere und alternative Geschichten finden dann nicht statt. Und dass Festivals wie zum Beispiel der Jazzsommer so radikal gekürzt werden, ist schon Wahnsinn. Meine Mutter geht auch gerne ins Theater, die leidet unter der Sommerpause. Ich muss ehrlich sagen, ich bin froh, dass ich im Sommer immer einige Wochen bei meinen Verwandten in Griechenland verbringe. Zwei Sommermonate in Graz wären mir zu langweilig.










