Pro & Contra Frauentag
Am Dienstag stehen sie wieder im Mittelpunkt. Die Frauen. Frauen in Chefetagen sind Mangelware, sie verdienen noch immer weniger. Deswegen wollte G7 wissen "Brauchen wir den Frauentag?"

Foto © Jürgen FuchsSandra Markfelder und Kerstin Krogger zum Frauentag
Der Weltfrauentag, ein Tag mit Geschichte. 1908 traten die Arbeiterinnen einer Textilfabrik in New York in Streik, um bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen zu fordern. Einiges hat sich seither verändert, trotzdem ist die Gleichberechtigung noch immer Thema.
Pro
Sandra Markfelder (32) ist Kindergartenpädagogin in Karenz: Ich finde so einen Tag durchaus angebracht. Es ist schön und durchaus gerechtfertigt, wenn Frauen einmal einen Tag lang im Mittelpunkt des Geschehens stehen und ordentlich gefeiert werden. Wir haben uns die Wertschätzung wirklich einmal verdient. Außerdem ist es wichtig, auch einmal die Stärken der Frauen herauszustreichen und sie nicht immer als Opfer hinzustellen. Es sollte ja auch einmal gewürdigt werden, was Frauen täglich im Haushalt leisten, außerdem übernehmen sie großteils die Erziehungsarbeit. Da ist so ein Tag wohl gerechtfertigt.
Contra
Kerstin Krogger (33) ist Kindergartenpädagogin in Karenz: Mir wäre es am liebsten, wenn Frauen und Männer in jeder Hinsicht so gleichberechtigt wären, dass Tage wie der Weltfrauentag irgendwann einmal überflüssig werden. Männer können zum Beispiel nicht in Karenz gehen. Nicht, weil sie nicht wollen würden , sondern weil man es sich als Familie schlicht nicht leisten kann. Aus Erfahrung kann ich auch sagen, dass es keine Männer- oder Frauenberufe geben sollte, jeder sollte das machen können, was er will. Deshalb sollte man auch nach seiner Leistung bezahlt werden.










