Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
20. Mai 2013 23:34 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Wie viel ist uns der Tierschutz wert? Florian Pochlatko: "Dieser Preis gibt mir Mut" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: G7 - Die Stadtzeitung Nächster Artikel Wie viel ist uns der Tierschutz wert? Florian Pochlatko: "Dieser Preis gibt mir Mut"
Zuletzt aktualisiert: 11.10.2010 um 10:19 UhrKommentare

Macht Wechsel

Die Meduni Graz steht vor dem größten Generationswechsel seit 1945: Die Verträge der Klinikvorstände werden nicht verlängert - junge Ärzte drängen in die Führungsetagen.

Die Grazer Meduni befindet sich in der größten Umbruchphase ihrer Geschichte. Das sorgt am Uniklinikum Graz für erhebliche Unruhe: Die dritte Generation der Nachkriegsprofessoren kommt ins Pensionsalter. Und die großen Klinikvorstände, die das Krankenhaus in das 21. Jahrhundert geführt und groß gemacht haben, sind entweder bereits im Ruhestand - oder treten in den nächsten Jahren die Pension an.

Darunter Kaliber wie Wilhelm Müller, der mit seinem fein gesponnenen Netzwerk bis in die höchsten politischen Kreise viel in der Kinder- und Jugendheilkunde bewegt hat. Oder Chirurgiechef Karlheinz Tscheliessnigg, ohne dessen unermüdlichen Einsatz das LKH-2020-Projekt (Neubau wichtiger Bereiche am Uniklinikum Graz) wohl nicht mehr realisiert worden wäre. Oder Heinz Stammberger, der mit seinen Operationstechniken im HNO-Bereich international für Furore sorgte. Oder Ernst Pilger (Vorstand Interne Medizin), Michael Höllwarth (Kinderchirurgie) - Meduni-Rektor Josef Smolle streut allen Blumen: "Diese Generation hat die Meduni Graz in der globalen Wissenschaftsliga etabliert."

Trügerische Hoffnung

Ganz reibungslos läuft der Generationswechsel aber nicht ab, weil er teilweise nicht ganz freiwillig erfolgt. Eine Reihe von Professoren mit speziellen, alten Verträgen spekulierte damit, dass diese bis zu ihrem 68. Lebensjahr verlängert würden. Aber die neuen Machtverhältnisse im dafür zuständigen und neu gewählten Unisenat (Infos rechts), machten diese Hoffnungen zunichte. Vor allem die nachfolgende Ärztegeneration im Senat ("Mittelbau") spricht von "mangelnder Wertschätzung" durch alte Klinikvorstände, und dass man darauf achte, dass "Platz für die Jungen gemacht" werde. Auf der anderen Seite wird darüber diskutiert, welche "alten Rechnungen" aufgrund interner Konflikte so von den Jungen beglichen werden. Kurioses Detail am Rande: Aufgrund der Abrechnungsmodalitäten mit dem Bund käme der unter Budgetnöten leidenden Meduni eine Verlängerung billiger als eine Neubestellung!

"Vergeudung von Wissen"

Von der Meduni gibt es keine Ambitionen, verdiente Mitarbeiter als Berater vertraglich ans Haus zu binden. Ernst Pilger, Vorstand der Inneren Medizin: "Es ist eine Vergeudung von Wissen und Erfahrung, da denken Amerikaner ökonomischer, die Alten werden eingebunden. Aber wir sind nicht verbittert."

Wilhelm Müller, der Einzige, dessen Vertrag noch vom alten Senat verlängert wurde, sieht's pragmatisch: "Es ist die ureigenste Aufgabe des Mittelbaus, dass sie ihre Jungen weiterbringen. Aber es ist auch die ureigenste Aufgabe des Rektors und des Senats, gute Leute zu behalten und zu verlängern."

DIDI HUBMANN

G7 E-Paper

G7

Fitnesstrend: Boxen im Studio Yomo in Graz 

Fitnesstrend: Boxen im Studio Yomo in Graz



Events & Tickets



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang