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Zuletzt aktualisiert: 29.06.2007 um 04:55 Uhr

Winzer stoßen zur Weltspitze vor

Ein "Wein-Cluster" soll den heimischen Winzern Vorteile bei Einkauf und Präsentation bringen. Der Export soll sich in den nächsten fünf Jahren verdoppeln.

Der Exportanteil soll innerhalb der nächsten fünf Jahre verdoppelt werden.

Foto © APDer Exportanteil soll innerhalb der nächsten fünf Jahre verdoppelt werden.

Die Zeiten, in denen sich die steirischen Winzer mit bescheidenen Markterfolgen im benachbarten Ausland zufrieden gegeben haben, sind nun endgültig vorbei. Statt dessen soll der heimische Rebensaft weltweit als erstklassiges Güteprodukt zum Fixstern werden. Das haben sich zumindest jene zehn Edel-Winzer vorgenommen, die derzeit den Zusammenschluss zu einem weiß-grünen "Wein-Cluster" vorbereiten.

Exportanteil soll steigen. "Es geht um den gemeinsamen Marktauftritt, um die Nutzung von Synergien und um innerbetriebliche Kooperationen", sagt der Sprecher der Gruppe, Gerhard Wohlmuth. Beispielsweise will man den Einkauf gemeinsam organisieren. Dass man gemeinsam stärker ist als in den manchmal durch Missgunst geprägten Einzelgängen der Vergangenheit, ist allen Winzern bewusst. Wichtigstes Ziel: Der Exportanteil soll in den nächsten fünf Jahren verdoppelt werden. Derzeit liegt er zwischen zehn und 15 Prozent.

Kreis der Beteiligten erweitern. Mit an Bord ist alles, was in der steirischen Wein-Szene Rang und Namen hat: die Weingüter Tement, Polz, Gross, Sabathi, Wohlmuth, Sattler und Müller, aber auch die Oststeirer Winkler-Hermaden und Neumeister sowie mit Christian Reiterer ein renommierter Schilcher-Spezialist. Alle Regionen, alle Sorten sollen vertreten sein, der Kreis der Beteiligten soll noch erweitert werden. Dass der Wein hierzulande längst ein bedeutender Wirtschaftsfaktor ist, zeigen nicht nur die spektakulären Kellerbauten der letzten Jahre oder Top-Events wie die Weinkost der Kleinen Zeitung. Allein die zehn im Cluster vertretenen Betriebe sichern einige hundert Arbeitsplätze, Erich Polz beschäftigt als größter rund 100 Personen. Die Gesamtanbaufläche im Bundesland ist mit 4300 Hektar zuletzt deutlich gewachsen, 3155 Weinbaubetriebe sind registriert.

GERHARD NÖHRER, ERNST SITTINGER

Der Heimische Weinbau

Anbaugebiet Steiermark:
4300 Hektar

Das Gebiet teilt sich in:
Südoststeiermark, Südsteiermark und Weststeiermark

Registrierte Betriebe Stmk:
3155 Betriebe; Die meisten davon liegen entlang der steirischen Weinstraßen.

Exportanteil:
Zwischen zehn und
15
Prozent.

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