Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
18. Mai 2013 09:40 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Der Menüplan ist noch immer sehr steirisch "Buffetbetreiber gehören in die Pflicht genommen" Voriger Artikel Steirisch Essen: 3/20 Nächster Artikel Am Ende gab's eine kulinarische Belohnung Steirisches Angebot auf die Probe gestellt
Zuletzt aktualisiert: 11.02.2012 um 21:29 UhrKommentare

"Für uns steht fest: Wir machen weiter"

Ein halbes Jahr lang haben sich drei steirische Familien nur von heimischen Lebensmitteln ernährt. Trotz mancher Schwierigkeiten steht jetzt für alle fest: "Wir wollen weiter steirisch essen."

Familie Heissenberger/Höfer aus St. Johann im Saggautal

Foto © FuchsFamilie Heissenberger/Höfer aus St. Johann im Saggautal

Sechs Monate sind um, die Herausforderung ist gemeistert. Es war Mitte August, als drei steirische Familien gemeinsam mit der Kleinen Zeitung das Experiment starteten: ein halbes Jahr lang nur Lebensmittel steirischer Herkunft essen. Kann das überhaupt gut gehen? Die Voraussetzungen waren denkbar unterschiedlich. Während Familie Petzl aus St. Peter am Kammersberg (Bezirk Murau) mit drei Buben den kulinarischen Selbstversuch wagte, gibt's unter dem Dach der Familie Heissenberger/Höfer aus St. Johann im Saggautal (Bezirk Leibnitz) neun Köpfe. Und Familie Haider aus St. Lorenzen am Wechsel (Bezirk Hartberg) startete mit Baby Elias ins Rennen.

Ein halbes Jahr später ziehen die drei Familien Bilanz - und das zufrieden. Einfach war es nicht, aber die Familien haben sich wacker geschlagen. Zwar war in gewissen Bereichen, etwa bei den Gewürzen, die "Rein-steirisch-Vorgabe" nicht durchzuhalten. "Sonst hat aber das meiste gut funktioniert", sagt Katrin Haider. Das Suchen nach den richtigen Lebensmitteln, das ständige Achten auf deren Herkunft und das kreative Kochen haben Spuren hinterlassen. "Wir leben jetzt noch bewusster als vorher, weil wir uns automatisch fragen: Woher stammen die Sachen eigentlich?", sagt Haider.

Steirisch essen, Version 2.0

Auch wenn die Aktion nun offiziell vorbei ist - mit dem steirischen Essen wollen alle drei Familien weitermachen. "Wenn auch nicht mehr ganz so sklavisch", schmunzelt Andreas Höfer. "Ab jetzt beginnt für uns Steirisch essen, Version 2.0." Soll heißen, es darf zwischendurch auch wieder einmal Olivenöl oder eine Ananas auf dem Speisezettel stehen. "Wichtig ist uns weiterhin, dass das Essen aus unserer Region kommt. Das Ketchup werde ich aber wohl nicht mehr extra selber herstellen", sagt Barbara Petzl. Was auch ihre drei Buben freut. "Als das selbst gemachte Ketchup aufgebraucht war, haben sie gegen eine Neuauflage protestiert", so Petzl. Also gab es eben wieder - österreichisches - Ketchup aus dem Supermarkt.

Was die drei Familien besonders freut: Während der sechsmonatigen Aktion erlebten sie nur positive Reaktionen auf ihr Vorhaben. "Es hat sogar einige gegeben, die das mit uns mitbetrieben haben", zeigt sich Barbara Petzl stolz. Und sie hoffen alle, mit dem Projekt nicht nur bei sich und bei anderen Konsumenten das Bewusstsein für regionale Lebensmittel geschärft zu haben, sondern auch im Handel.

Lesen Sie am Dienstag: Die Familien konfrontieren den Agrarlandesrat mit ihren Erfahrungen und Kritikpunkten

GÜNTER PILCH, ROBERT BREITLER

Buchtipp

Bei der Kleine Zeitung-Aktion "Steirisch essen" fungierte Starkoch Willi Haider als Experte und stand den Teilnehmern immer wieder mit Rat und Tat zur Seite. Welche steirischen Produkte gibt es, wodurch kann man gewohnte Lebensmittel ersetzen oder wie kann man Grundprodukte veredeln beziehungsweise haltbar machen? Das waren Fragen, die der steirische Vorzeigekoch stets mit viel Fachwissen beantworten konnte.

Aus Anlass der Aktion verfasste Haider nun ein eigenes Buch unter dem Titel "Steirisch Essen - Ein Führer durch die steirische Produktvielfalt". Auf rund 200 Seiten schuf Willi Haider ein praktisches Handbuch und einen unverzichtbaren Ratgeber für alle, die ihr Augenmerk auf regionale Produkte legen wollen. Neben einem Resümee zur Aktion ist es mit vielen Informationen zu Produkten, Herkunft, Bezugsquellen, Verfügbarkeit, Verarbeitung und wertvollen Tipps das Basis- und Standardwerk der steirischen Ernährung. Haiders neues Werk wird ab April um 24,99 Euro erhältlich sein.



Unsere Buchtipps

Edition Styria

Das Neueste aus dem Kochbuchregal!

Buschenschank-Führer

APA

Ein Streifzug durch die besten Buschenschänken in der Steiermark.

 


Kulinarische Höhepunkte

Reitbauer: Grüner Spargel mit Schafskäse, Hopfensprossen und Bergamotte 

Reitbauer: Grüner Spargel mit Schafskäse, Hopfensprossen und Bergamotte

 

Newsletter

Was koche ich am Wochenende? Rezepttipps von Dagobert & Co.

 

Aktion "Steirisch Essen"

Fotolia

Drei Familien stellten sich der Herausforderung. Die Erfahrungsberichte finden Sie im "Steirisch Essen" - Blog.

 

Thema: Unser Essen

Alles in Butter mit unserem Essen? Die Kleine Zeitung geht der Frage in einer Serie nach:

 

Kochkurse, Brunches, Verkostungen

 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang