Koriander, Kreuzkümmel und Kurkuma
Was Sie schon immer über (seine) Gewürze wissen wollten, hat Ingo Holland in einem großformatigen Bild- und Rezeptband zusammengestellt. Grundgewürze, Pfeffersorten und Gewürzmischungen geben sich ein buntes Stelldichein.

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Wilder Anis wird für Kuchen und Gewürzbrote verwendet, in manchen europäischen Ländern würzt er Würste, und seine Bekanntheit verdankt er dem Raki, Absinth und Pastis. Dass Anissamen eigentlich gar keine Samen sind, sondern Früchte, und auch als Heilmittel bei Atemwegserkrankungen wirken, spielt zwar fürs Kochen keine Rolle. Hollands Sammlung seiner Lieblingsgewürze runden diese Hintergrundinformationen jedoch wunderbar ab.
Koriander entwickelt eine besondere Duftnote, wenn er lange und mühevoll im Mörser zerkleinert wird. Jamaicapfeffer wird nicht zu unrecht umgangssprachlich als "Nelkenpfeffer" bezeichnet, ist er doch mit der Gewürznelke eng verwandt. Das indische Garam Masala bedeutet "heißes Gewürz" und wird unter anderem aus Lorbeerblättern, Senfkörnern, Muskatblüte und Kalmuswurzel gemischt. Ingo Hollands Erfahrung und Neugierde ist es, die dieses Buch zu einem bunten Mix aus Wissen, Bildern und vor allem Würztipps macht.
Die Erläuterungen bleiben keinesfalls abstrakt. Zu jedem Gewürz schlägt Holland ein ausführliches Rezept vor. Beim Anissamen ist dies zum Beispiel eine Kalbshaxe mit wildem Anis glaciert auf Petersilienwurzelpüree und Mark-Crostini. Kardammom verfeinert – kombiniert mit Orangenblütenhonig – den Ziegentomme, und Flüssiger Kuchen von bitterer Schokolade und Olivenöl lässt sich mit Earl-Grey-Jus und Szechuanpfeffer geschmacklich unterstreichen. Aber seien Sie beruhigt. Selbst wenn Sie nicht die Muße haben, die aufwändig anmutenden Rezepte, die übrigens gar nicht so kompliziert sind, nachzukochen, werden Sie eine Menge über Gewürze lernen!
Features
Fakten
Ingo Holland: Meine Gewürze. Wiesbaden, Tre Torri: 2006







