Steirerland, Kitzeck
Ein Doppelpass im Steirerland: Gaumen schlägt Auge im Elfmeterschießen.
Der Demmerkogel im Süden der Landeshauptstadt gilt seit jeher als Rückzugsgebiet der betuchten und feinstaubgeplagten Grazer. Auf der höchsten Erhebung des Sausals hockt mit dem Panoramahotel Restaurant ?Steirerland“ ein gestandener Familienbetrieb, der sich über Jahre zu einer der beliebtesten Adressen der Region gemausert hat. Und nicht bloß deshalb, weil der Logenplatz einen unvergleichlichen Blick auf das steirische Himmelreich zulässt. Ein geschickt gespielter Doppelpass der Geschwister Stelzer in Küche (Ruth) und Service (Maria) macht das Haus zum klassenlosen Boden, auf dem sich die Schickeria mindestens so wohl fühlt wie der Landwirt von nebenan, weil der kulinarische Bogen weit gespannt ist und die Preise erstaunlich unverdorben sind.
Der Empfang ist herzlich, den ersten Hunger stillen Gemüsestreifen und drei Aufstriche, zu denen hausgemachtes Brot gereicht wird. Der Sausaler Weinsuppe (4 Euro) und dem Spargelrisotto mit sautiertem Kalbsbries (13,50) folgen als kleines Zwischengericht wunderbare Krautfleckerl und Spinatspatzen, ehe uns ein knuspriger Zander (15) und ein in Butter gebratenes Karpfenfilet (13,50) erfreuen. Dazu lösen wir für zwölf Euro das Geheimnis um das steirisches Misthäufl – Sterz, Hühnerbrüstl und Schwammerlsauce. Der Sauvignon blanc vom Felberjörgl (25) erweist sich als gute Wahl – und überhaupt: Wein ist das Thema von Diplom-Sommelière Ruth Stelzer, die Karte strotzt vor ausgesuchten Tropfen und Sausaler Geheimtipps. Fazit: Es muss nicht immer die Weinstraße sein.














