Joes New Orleans, Gössendorf
Tanz den Alligator-Blues: Extravagant und extra gemütlich.
Gedämpftes Licht in den Räumen, leiser Blues zum Entspannen. Der Hausherr serviert sündhaft süße Aperitivs und verweist auf eine Voodoo-Hütte mit Kerzenbeleuchtung gleich ums Eck. Selten ist ein Gastro-Konzept so wohl durchdacht wie das von Joes New Orleans. Joe ist einer der beiden Betreiber, Josef Schreiner. Gemeinsam mit Wolfgang Vidmar hat er sieben Jahre Papa Joes (in Unterpremstätten) auf dem Buckel. Mit dem neuen Konzept bringen die beiden nun Südstaaten-Flair in die Steiermark - wobei es im Service um einiges flotter zugeht als in den Sommermonaten in New Orleans.
Bei einem Mississippi Moonwalk (alkoholfreier Mix aus Bananencreme und Johannisbeersaft, 4,80 Euro) wird die Speisekarte durchforstet. Dazu braucht man ohnehin einen Drink lang, denn Gusto und Neugier pendeln ständig zwischen kreolischer und Cajunküche, "zeremoniell zubereiteten" Voodoo-Gerichten, Spare Ribs und Steaks. Los geht's mit einer cremigen Süßkartoffelsuppe samt Alligatorchips (3,70 Euro).
Knoblauchbrot (2,30 und Caesar Salat (5,80 Euro) sind so viel wie eine Mahlzeit. Wer noch die mächtige Kokos-Zitronengrassuppe (3,20 Euro) ordert, ist satt und versäumt etwa Gegrilltes von Truthahn, Schwein und Alligator (Mississippi Platter, 13.90 Euro). Oder Hühnerbrust Marie Laveau (11,60 Euro), für die auch die umtriebige Voodoopriesterin einst eine Pause eingelegt hätte. Oder gar die süße Überraschungsplatte für Zwei (12 Euro) mit Kokospalatschinken, Buttermilch-Eierlikör-Schnitte, Vanilleeis und Schoko-Brownies mit Ahornsirup.













