Hügellandhof, Nestelbach
Herzhaft steirisch aufgekocht: Der frisch renovierte Hügellandhof hat jeden Tag geöffnet.
Wenn einer mit Leib und Seele Koch ist, würzt er sein Leben unter anderem mit abwechslungsreichen gastronomischen Gastspielen. Schon vor seinem Italo-Auftritt im San Pietro in Graz war Hans Windisch auf der Lassnitzhöhe beliebt. Jetzt ist er zurück und kocht im Hügellandhof auf.
Manche Gerichte gehen mit den unterschiedlichen Wirkstätten verloren, "Meine Fischsuppe" hat die Stationen überdauert. Und wie sich's bei einem Lieblingsrezept gehört, schmeckt sie auch noch wie früher - würzig gut (kleine Portion, 5,90 Euro). Hausgemachte Pasta reiht sich ebenso unter "Traditionen des Küchenchefs" ein. Die Tagliatelle sind zwar recht weich geraten - mit dem Ragout vom Wildschwein insgesamt aber ein sehr herzhaftes Gericht (7,90 Euro). Mit den Gustostückerln vom Rind (14,90 Euro) kommen Tafelspitz, Schulterscherzl, Beinfleisch und das köstliche Innere eines Markknochens auf den Tisch. Das Gröstl ist danebengegangen und zu einem ungewürzten Erdäpfelklumpen verkommen, alles andere (Fleisch, Kürbis, Apfelkren) schmeckt sehr fein. Schade nur, dass die Suppe nicht auf dem Tisch bleiben darf.
Das parfümierte Hirschrückensteak (18,90 Euro) wird mit Wacholderessenz besprüht und ist von hervorragender Qualität. Vielleicht wäre es auch mit weniger Beiwerk glücklich - herrliche Preiselbeerbuchteln und eine von zwei Saucen oder Kastanien und Speckwirsing würden es wieder in das Zentrum der Aufmerksamkeit rücken. Das Nachspeisen-"Miteinander" - Kastanientiramisu und Uhudlersorbet (5,90 Euro) - macht selig.













