Kim kocht, Shop und Studio in Wien
Nur etwa 40 Quadratmeter misst die zweite Wirkstätte von Sohyi Kim. Die Zwei-Hauben-Köchin hat ein Gemüsestandl in einen eleganten Verkaufs- und Kochraum verwandelt. In den Schaufenstern drängeln sich selbst erdachte Soßen, Salz- und Würzmischungen, an der Stirnseite prächtige Weine. Wer einen der wenigen Plätze entern kann, gönnt sich zur Belohnung am besten einen Orangen- oder Dirndl-Ingwersaft (4 Euro). So klein die Speisekarte auch ist, sie verrät Kims Geheimrezept – heimische und fernöstliche Zutaten zu einzigartigen aufregenden Kreationen zu verbinden.
In diesem Sinne kommt das Carpaccio vom trockengereiften Bio-Rind (12 Euro) mit Zitronengras-Sesam-Dressing und Wachtelei auf den Tisch. Ebenso hervorragend die Dim-Sum-Teigtaschen (7 Euro) mit Erdnuss-Kokos-Soße. Bibim, ein koreanisches Mischgericht aus Gemüse, Reis und Thunfisch-, Hühnerbrust- oder Rindfleisch (15 – 16 Euro), kann man auch mitnehmen. Außerdem als Hauptgericht auf der Karte: Dry-Aged Lungenbraten (22 Euro) und dreierlei Thunfisch, der sein Geld (38 Euro) wert ist – zuerst ringelt er sich kurz gebraten um Mangosalat. Dann gibt's Eiernudeln mit Thunfischsugo. Zum Dritten begeistert neben den Tunaröllchen auch das fruchtige Mangopüree.
Eingedenk dessen, dass viele nur auf einen Happen vorbeikommen und nicht die komplette Speisekarte bestellen, verzehren wir auch die dritte Portion Salatkräuter ohne Murren. Am Geschmack und an der gesunden Absicht ist nämlich nicht zu zweifeln – wie auch an dem Mmmousse mit Berberitzen (5 Euro).













