Osteria di Santa Marina, Venedig
Venedig hat viele Hochsaisonen, eine davon ist der Karneval. Ganzjährig hochaktuell ist in der Lagunenstadt die Frage nach einem halbwegs authentischen Lokal. Im Gespräch mit Einheimischen hört man da häufig von der Osteria di Santa Marina – die sei nicht billig, aber ausgezeichnet. Das Lokal ist gepflegt gemütlich. Dunkles Holz, Antiquitäten, nicht zu große Räume. Die Karte listet viel Interessantes, Klassiker (Großer Rohfisch-Teller) und verfeinerte Kreationen. Die Preise entsprechen dem hohen Qualitätsniveau: Antipasti und Pasta 14 - 25, Hauptspeisen 27 – 30 Euro.
Als Küchengruß gibt es supercremige Polenta mit Tintenfischragout – dicht und intensiv würzig. Sehr gehaltvoll die Bohnencremesuppe, sie hätte die Thunfischeinlage gar nicht gebraucht. Die deftige Kombination aus Baccala Mantecato (Stockfischmus) auf zarter Lauchcreme und gegrilltem Oktopus auf Kartoffelpüree hätte alleine satt gemacht, aber auch die Ricciola (Barschart) auf Kräutercreme mit Pistazien hat sich gelohnt. Ein niedertemperaturgegartes, saftiges Stück Fisch vom Feinsten. Fischalternativ kosteten wir die perfekt zarte Lammstelze. Danach? Fruchtige, hausgemachte Sorbetti oder süßes Parfait vom Windgebäck. Der Service ist freundlich-flott, die Weinauswahl groß, natürlich wird einiges auch glasweise angeboten.
PS: Fürs kleine Budget gibt's zweimal ums Eck Richtung Rialto die Miniosteria "Al Portego" mit einem Tresen voller Köstlichkeiten (Castello 6015/San Lio, am Ende der Calle della Malvasia. Sonntags geschlossen).














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