Fossil, Purbach
Ein Stück Urlaub kann so klein sein. Ein Tisch unter dem Sonnenschirm, zwei Stühle neben einem Topf mit blühendem Oleander, ein Glaserl Frizzante, die Pflastersteine reflektieren die Wärme des Tages, und Antonio zählt langsam die Spezialitäten des Tages auf. Mediterranes wird geboten, seit Koray und Antonio vor zwei Monaten das Restaurant Fossil in Purbach übernommen haben. Gleich vorweg: Auch jenseits der Seefestspiele Mörbisch sollte man sich eine Auszeit in dem Kellerstöckl-Lokal gönnen, trotzdem die Speisekarte eher herkömmlich bestückt ist, denn die Gerichte sind hervorragend zubereitet.
Wer seinen ganz persönlichen Quadratmeter Urlaub für kurze Zeit verlassen will, kann sich in der Schauküche unter der Erde vorführen lassen, wie griechische, zypriotische und italienische Klassiker entstehen. Die Zutaten sind frisch, die Pasta ist hausgemacht, Gewürze werden weise eingesetzt und beim Duft einer geschmorten Lammstelze, kommt Vorfreude auf. Der gemischte Vorspeisenteller (9,80 Euro) versammelt alles, was man vom Mittelmeerraum erwartet – Kapern, Oliven, Tsatsiki, gegrilltes Gemüse, Taramosalata aus Fischrogen, Schafkäse – und ein Scheibchen Lachs.
Aromatisch gelingen die Tagliatelle mit geröstetem Gemüse und Sommertrüffeln (kleine Portion, 5 Euro). Beide Tagesempfehlungen sind ausgezeichnet – die gegrillten Calamari (11,80 Euro) herrlich zart. Die Lammstelze (13,50 Euro) ist butterweich und so gut, dass sie bereits Gäste aus dem ganzen Land anlockt. Bevor der Urlaub vorbei ist, schmeckt noch eine mollige Baklava (3,50 Euro).













