Landgasthaus Hobisch, Klagenfurt-Wölfnitz
Der Hobisch ist ein alteingesessenes Landgasthaus, das zuletzt öfter den Pächter gewechselt hat. Jetzt ist Zlatko Konec der Wirt, er arbeitete u. a. im Service des Schweizerhauses und gilt als weinaffin. Deshalb gibt's im Keller auch einige flüssige Raritäten.
Schwerpunkt jedes Landgasthauses ist aber die bodenständige Küche. Zlatko Konec, der sich nach dem Exodus eines Koches (ein Problem vieler Gastronomiebetriebe) selbst um den Herd kümmert, setzt auf frische Produkte aus eigenem Garten und aus der Umgebung. Die sämige Zucchinisuppe (3,90 Euro) ist gut, man müsste ihr – wie der aromatischen Eierschwammerlsuppe – allerdings nicht so viel Rahm zusetzen, das macht sie zu schwer (viele Köche haben bei Suppen eine zu lockere Rahmhand).
Auf Carpaccio (9,90) versteht sich der Wirt/Koch besonders gut: Das zarte, marinierte Fleisch wird bei ihm auf Salzsplittern serviert, was für Geschmacksexplosiönchen sorgt. Verlockend auch das Angebot frischer Kärntner Steinpilze (14,90), die gebacken aber überraschend wenig Aroma entwickelten. Ganz fein die gefüllten Paprika (8,90), klassisch auf Tomatensoße und mit Erdäpfeln serviert.
Die Käsnudel (9,90) werden hier etwas angebraten, kross schmecken sie einfach noch besser. Etwas über den Medium-Punkt hinaus war das Steak (15,90) gebraten, trotzdem war es ausgesprochen zart. Süß und saftig zum Abschluss die Haustorte mit Marillen (2,80). Der Gastgarten ist lauschig, leider auch für die Wespen, aber die gibt es derzeit eh überall.












