Skorianz, Magdalensberg
Es ist Fluchtpunkt für nebelgeplagte Klagenfurter und Fixpunkt für alle, die eine ordentliche Jause, saftige Braten, hausgemachte Nudeln und Mehlspeisen schätzen: das Gipfelhaus Skorianz am Magdalensberg. Drei Generationen tüchtiger Frauen schupfen das Gasthaus mit 370 Sitzplätzen und ohne einen einzigen Ruhetag bravourös. Das Massengeschäft an schönen Tagen tut der Qualität keinen Abbruch, auch das Service bleibt stets freundlich und kompetent. Ein typischer Familienbetrieb halt.
Bei der Rindsuppe mit knackiger Karotte und Schlickkrapferl (3,10) schmeckt man, dass die Suppe mit viel Fleisch und Gemüse in einem großen Topf dahinköchelt, da ist nichts Fades oder gar Chemisches drin. Die Bärlauchsuppe hätte cremiger sein können, sie hatte leider Soßenkonsistenz (3,50). Eine Freude war hingegen der Fastennudelteller mit fleischloser Nudelvariation (9,20). Am Gaumen besonders aufgefallen sind die Hadnnudeln mit einer gut gewürzten Bärlauchfülle, nicht zu verachten aber auch die Kärntner- und Spinatnudeln. Man schmeckt bei jedem Bissen das jahrzehntelange Nudel-Know-how, das ohne Schnickschnack auskommt.
Das Rippenstück vom weißen Charolet-Rind, das Sohn Skorianz im Tal selbst züchtet, und das Lammbratl (11,90) aus dem Rohr begeistern hingegen die Fleischtiger. Am Kuchenbuffet kommt man in Auswahl-Notstand – ständig kommen frische Mehlspeisen aus der Küche. Eine hervorragende Wahl war die Himbeer-Kardinalschnitte. Sehr gut sind Most und Apfelsaft, die Weinauswahl ist eher klein aber gut.













