Gurktalerhof, Weitensfeld
Die Homepage macht neugierig: "Hildegard von Bingen Naturküche" liest man da. Und auf der Speisenkarte sind einige Gerichte mit grünen Herzen, dem Symbol für gesunde Küche, gekennzeichnet, was für einen Familiengasthof am Land eher ungewöhnlich ist.
Auch hier klärt das Internet auf: Wirt Dietmar Kogleck hat sich nach gesundheitlichen Problemen im Jahr 1999 intensiv mit bewusster Ernährung beschäftigt und die klassische Küche durch einiges aus der Naturküche ergänzt.
Als Gruß aus seiner regionalen Küche gibt's aber feinen Gurktaler Speck, Salami und zarten Wildschinken. Die Zucchinicremesuppe (2,70 Euro) ist gehaltvoll, die Paprika-Krautsuppe (4,50) ungarisch gewürzt und füllig, das Kartoffelstroh darauf allerdings hat etwas zu viel Öl abbekommen. Kräftig, deftig, dickteigig die gekrendelte Specknudel, die Cevapcici vom Hirsch (8,50) sollten dünner und würziger sein, die Bratkartoffel dazu sind leider unknusprig. Sehr gut die im Pfandl servierte gekrendelte "Gesunde Kasnudel" aus Bröseltopfen, Dinkelteig und mit Kernöl statt mit Butter beträufelt. Kasnudeln also einmal etwas anders, da passiert eh viel zu wenig. Der Kärntner Lax?n in Sesamhülle (14,-) gelingt zart-saftig, interessant dazu das Lauchgemüse.
Die Jauntaler Had'n Omelette mit Apfel-Schoko-Nussfülle (6,50) ist gut dosiert süß, aber nicht allzu flaumig. Dafür ist der Service von Wirtin Annette Kogleck besonders herzlich, sie bietet auch gute offene Weine an. Nur das Ambiente, das sollte man wohl mit farbfrischen Ideen etwas beleben, es wirkt nicht so recht einladend.













