Fischerhaus, Moosburg
Feine Golfplatzkonkurrenz. Gute Küche & Weine im "Fischerhaus“ in Moosburg.
Im "Gault Millau 2011“ ist das Fischerhaus nicht vertreten, das im Juli eröffnete Lokal wurde noch nicht "entdeckt“. Früher war Werner Fischer ja zweihaubiger Golfplatzwirt, jetzt hat er das Restaurant am Moosburger Green positioniert (worauf dort eine Art Sichtschutz zur neuen Konkurrenz aufgestellt wurde). Das interessiert die treuen Gäste wenig, sie schätzen Fischers konsequent hochqualitative Küche sowie die kompetente Weinauswahl. Das neue, lichtdurchflutete Lokal hat eine schön gestaltete Vinothek und den Gastgarten zum Golfplatz.
Fürs Gedeck (3 Aufstriche) sind 3,20 Euro zu berappen, die Speisenkarte ist übersichtlich und durchdacht. Die Kürbissuppe (4,80) ist mollig-süßlich, mit Orangensaft, Ingwer und Rahm verfeinert. Das Beef Tartare (19) schmeckt angenehm spicy, dazu werden Schwarzbrotchips gereicht. Zur knusprigen Bauernente (22) gibt's einen wässrigen Semmelknödel und sehr sämiges Rotkraut, der gebratene Thunfisch (29) ist zart und innen schön roh, das Wasabirisotto passt perfekt dazu. Ebenfalls auf der Karte: Branzino aus Piran, für Bodenständige gäbe es Backhenderl oder Wiener Schnitzel vom Schwein (je 16). Den mürben Kavalierspitz (eine Scheibe 22) krönt ein Semmelkrenhauberl, die Röstkartoffel sind zwar mini portioniert, aber köstlich. Großartig die Powidltascherl, großartig auch die rote Cuvee Nerium von Kroyer aus Winden am Neusiedler See. Fazit? Feines, teures Essen, in der Region von ein bis zwei Hauben. Flaschenweine ab 29 Euro.













