Schiffwirt, Pörtschach
Innovative Fische: Neues Konzept, weniger Knoblauch.
Der Schiffwirt war in Kärnten lange eine fixe Größe. Der Mix aus Gasthaus und Konoba- Fischkneipe ist beim Publikum sehr gut angekommen, obwohl die Küche keine Extraportion Feinheit zeigte und eher im großzügigen Umgang mit Knoblauch Spitze war. Topkoch Harald Fritzer hat das einmal so erklärt: Viele wollen gar keinen Fischgeschmack, deswegen sind sie froh, wenn der mit Knoblauch zugedeckt wird.
Nun ist das beliebte Gasthaus in Pritschitz unter neuer Führung – und siehe da: Robert Fercher, der neue Wirt, setzt viel weniger auf Knoblauch ("Sie können ihn haben, wenn Sie ihn unbedingt wünschen“), mehr auf eigengeschmackliche und sogar "innovative Küche“ Ja, "innovativ“ ist eine eigene Rubrik auf der Karte. Das Vitello Tonnato (12,90 Euro) ist eher klassisch und schmackhaft, hier hätten wir uns nur mehr Soße gewünscht. Die klare Fischsuppe (9,20 Euro) schmeckt gut und ist mit ordentlicher Fisch- Meeresfrüchte-Einlage bestückt. Die "Lax?n innovativ“ (19,50 Euro) wird als zart gebratenes Filet auf geminztem Erbsenpüree serviert, ja, das schmeckt. Auch der klassisch gebratene Saibling im Ganzen (18,90 Euro) ist tadellos, nur dem Salat sollte der Koch mehr Liebe widmen (Salat ist in unseren Breiten leider oft ein Nebenthema). Beim Filet vom Rind vermissten wir von der nicht übertrieben freundlichen Kellnerin die Frage nach dem Garwunsch – es kam eher durchgebraten, war aber zart. Aromatisch das Sorbetto von Zitronengras/ Thymian (5,50 Euro), hier dominierte der Thymian. Eher klein, aber okay: die Weinauswahl.













