Alte Burg, Gmünd
Eine Burg voll Spätzle: In der Burg ober Gmünd kocht eine Schwäbin.
Luc hat den Überblick, auch kulturell. Wenn er von der Lodron?schen Burg über die historische Stadt Gmünd schaut, hat er alles im Blick: den Turm, in dem gerade eine Paul-Flora- Ausstellung gezeigt wird, die Kirchen und das Wirrwarr mittelalterlicher Häuser, denen Galerien junges Künstlerleben eingehaucht haben. Gmünd, die Künstlerstadt ist ein Muss, so wie die Kässpätzle von Lucs Frau, einer waschechten Schwäbin. Freilich gibt es in der Alten Burg die übliche Palette von Cordon Bleue bis zum Wiener Schnitzel und das alles in üppigen Portionen und gut gemacht, aber die wahre Spezialität sind die Spatzen aus dem Schwabenland.
Es gibt sie pur mit Vorarlberger Almkäse, mit Linsen, Schweinsbraten, Thunfisch, Schwammerln und Geselchtem. Zu Luc kommen wegen der originalen Spätzle sogar Schwaben angereist. Eines vorweg: Diätkost sind die Teigfäden, nur aus Mehl, Ei und Salz bereitet, keineswegs, aber sie sind eine Sünde wert. Wir kosteten uns durch: Die Schweinsbratenstücke machten die Spatzen würzig, aber auch ziemlich fett (8,90). Gut harmonierten die knusprig gerösteten Eierschwammerln mit dem Mehlgericht (12,90), Thunfisch und Spätzle hingegen sind ein ungleiches Paar (9,90) und nicht jedermanns Sache. Sehr köstlich die Knoblauchsuppe (3,90) und die mit viel Lustock bereitete Frittatensuppe (2,90). Sehr authentisch und köstlich der schwäbische Käsekuchen (3,90). Preiswert und gut ausgewählt sind die Weine. Zum Beispiel der Gelbe Muskateller von Repolusk um 17 Euro. Sehenswert auch die vielen Veranstaltungen bei Luc.














-Anzeigen