Mochoritsch, St. Gilgen
Ein originelles Wirtshaus: Der Mochoritsch ist "in“. Schon wegen der Peka.
Südkärnten hat schon darauf gewartet, dass der Mochoritsch in Rückersdorf wieder aus dem Winterschlaf erwacht. Am1. Maiwar es soweit und das beliebte Gasthaus wird gestürmt wie eh und je. Das Konzept des Wirtshausgründers Josef Jernej war genial: Kaum sitzt der Gast, hat er schon eine Schüssel dampfender Nudelsuppe aufdemTisch. Der erste Hunger ist gestillt und man wartet geduldiger auf den Rest des Menüs um den Sensationspreis von 8,50 oder 9 Euro. Längst gibt es viel mehr als das beliebte, weil über den Tellerrand lappende, Schnitzel: In der umfangreichen Alpen-Adria-Karte finden sich Jausner und Schlemmer zurecht. Wir kosteten das knusprige Backhenderl, herausgebacken im Schweineschmalz. Sehr wohlschmeckend, aber nichts für empfindliche Mägen. Der ofenfrische Schweinsbraten mit angebrantschelten Bratkartoffeln wurde überflüssigerweise mit Fertigsoße übergossen.
Lecker der Motsche-Burger, ein Hamburger auf Kärntner Art, reich garniert und mit würzigemFleischlaberl. DieMenü-Nachspeise ist gewöhnungsbedürftig, denn das Eis kommt aus dem Automaten und der Kuchen – na ja! Vieles von dem, was auf dem Teller landet, stammt frisch aus der Jernej?schen Landwirtschaft. Auch sonst frönt man dem Heimischen: Mochoritsch ist einer der wenigen, der Kärntner Chardonnay von Kegley kredenzt. Ein kulinarischer Höhepunkt sind ab Juni die Gerichte aus der Peka. Ein mediterraner Tontopf in der Asche, in dem Lamm, Kalb, Schwein, butterweich schmort. Dafür bildet Mochoritsch seine Peka- Köche eigens in Bosnien aus.













