Werner Fischer,
Aufgestiegener" Golfplatzwirt: Werner Fischer verwöhnt nun hoch über Moosburg.
Werner Fischer war der Golfplatzwirt Kärntens. Zweihaubig regierte er kulinarisch lange Jahre die Holes von Pörtschach. Dann war er als Restaurantchef eines Wörthersee-Hotelprojektes von Scheich Al Jaber im Gespräch, letztlich ist er im Landhaus Kogler (Urlaub am Bauernhof) hoch überm Golfplatz gelandet und bekocht dort treue Gäste, die "ihrem" Wirt gerne nachfahren.
Lage und Aussicht sind grandios: Kärnten liegt einem zu Füßen und man flirtet mit den Karawanken. Auf Tisch eins steht eine Steige Herrenpilze, mehr an Speisenkarte gibt's (leider) nicht. Auch die Weinauswahl wird mündlich vorgetragen, was mitunter preisliche Überraschungen provoziert. Man sollte dem Gast besser Speisen- und Weinkarte reichen - man hat's ja nicht nur mit Reichen zu tun.
Die Küche ist vorwiegend ländlich. Vorweg gibt's pikantes Joghurt mit roten Rohnen, das Beef Tartar (22,-) ist gut papriziert und würzig, die Steinpilze dazu aber zu heiß sautiert und deshalb bitter, die Bauernbrotchips zu ölig. Fein das Carpaccio vom Branzino aus Piran (15, -), zu scharf dazu der Wasabikren. Sensationell zart das Stück vom Kalbsfilet mit sämigem Trüffelrisotto (19,-).
Ein Schokotraum die klassische süße Nemesis (9,-), zu kompakt das Marillenknöderl (Stück stolze 7,-), fein der gebratene weiße Pfirsich mit Himbeerschlag (9,-). Werner Fischers Weinberatungen sind top (Tipp: "Weißer Oleander" um 42 Euro), aber, wie gesagt, man sollte dem Gast doch eine Preisvorstellung geben.













