Carame, Velden
Carame einmal anders: Auch der neue Küchenchef zaubert Genießermenüs.
Anfangs war der Schrecken der Kärntner Feinschmecker groß, als der begnadete Kochkünstler Hubert Wallner und der nette Kellner Klaus Doleschall vom Carame auf die andere Seite des Sees ins Aenea wechselten. Doch die Rochade - Andre Stahl, Koch des Leon in Pörtschach, übernahm im Frühjahr das Küchenzepter im Carame - tat der Qualität des Restaurants keinen Abbruch. Die Küche ist nur auf einem anderen Niveau gelandet, etwas sparsamer, ungekünstelter, bodenständiger und daher auch etwas preiswerter, was kein Nachteil ist. Das tolle Ambiente ist immer noch dasselbe.
Mit der zarten Gänseleber auf Selleriepüree (22 Euro) und den deftig-leichten Kalbshaxl-Ravioli auf Erbsen-Minz-Schaum (16 Euro) hatte uns Andre bereits auf seine Seite gezogen. Die Gänseleber war außen knusprig, innen von fast flüssiger Konsistenz. Die deftig-würzige Fülle der Ravioli war von hauchdünnem Teig umhüllt. Gänzlich überzeugten die geschmorten Kalbswangerln mit Vanilleschoten (22 Euro). Dass die Komposition vom selben Selleriepüree begleitet wurde, war akzeptabel, denn es schmeckte köstlich.
Einen wunderbaren Schlussstrich nach einem köstlichen Abend im Freien auf der Terrasse setzten eine mürbe Kirschtorte mit hausgemachtem Pistazieneis und feine Köstlichkeiten von der Passionsfrucht (11 Euro). Am hervorragend sortierten Weinkeller mit 62 Weinen aus der Toskana, 23 Riesling- und 22 Veltliner-Marken hat sich nichts geändert. Der Muskat vom Rosenberg (35 Euro) passte sich allen Gerichten bestens an.














