Graz, Keplerkeller
Ex-Dolomiti-Chef Sonego rührt nun im Keplerkeller um - und setzt auf Bewährtes.
Vom äußeren Erscheinungsbild her merkt man es gar nicht, aber in der Chefetage des Keplerkellers hat vor kurzem eine Rochade stattgefunden. Den ersten Kochlöffel schwingt seit einem Monat Maurizio Sonego, der dafür seinen Eissalon Dolomiti aufgegeben hat. Innen drinnen ist allerdings alles beim Alten geblieben. Koch, Bedienung und Interieur wurden so übernommen, wie sie der Vorgänger hinterlassen hat.
Und das ist sicherlich kein Schaden. Denn das urige Kellergewölbe erzeugt eine warme Atmosphäre, in der es sich gut speisen lässt. Etwa eine kräftige Portion Chili-Kartoffel (3,20 Euro), für die man aber einen guten Magen haben sollte - scharf, aber exzellent!
Die Calamari mit einem knusprigen Knoblauchbrot (5,90) waren leider etwas kalt und zäh, dafür überzeugten die Schweinsmedaillons im Speckmantel nicht nur geschmacklich, sondern auch preislich (9,90). Auch für Fleischverächter bietet die Küche einiges, beispielsweise würzige Kräuter-Käseknödel (5,90).
Naschkatzen kommen im neuen Keplerkeller jedenfalls voll auf ihre Rechnung. Zwar ist die Auswahl nicht sehr groß, das Gebotene spricht aber für sich. Das Tiramisu (3,90) ist perfekt, aber auch den Schokokuchen mit Vanillesauce (5,90) muss man herausstreichen.
Ein Manko: Auf die Möglichkeit zur Bestellung muss man öfters uu lange warten. Das Service ist zwar freundlich, aber ein wenig unaufmerksam.
(Stand: 17. Februar 2007)
Features
Faktenmenü
- Adresse: Restaurant: Keplerkeller, Stempfergasse 6, Telefon: 81 15 21
- Geöffnet: Mo -So 10 - 24 Uhr (bei Bedarf auch länger)
- Lokaltyp: Mischung aus Wirtshaus und Restaurant
- Küche: traditionell
- Service: sehr freundlich, manchmal unaufmerksam
- Design: restauriertes Kellergewölbe
- Fazit: Solide Küche, die ein wenig mehr Pfeffer vertragen würde













