"Lindi" lässt sich Bio schmecken
Das 13. Alpe-Adria-Biofest wurde gestern in Klagenfurt eröffnet. Heute ist noch bis 15 Uhr alles bio am Neuen Platz. Gefeiert wurde auch der Mobilitätstag und 100 Jahre Personen-Nahverkehr.

Foto © KoscherBesucher lassen sich bio schmecken
Seit gestern macht die Alltagshektik am Neuen Platz in Klagenfurt Pause. Denn das von der Kleinen Zeitung präsentierte 13. Alpe-Adria-Biofest steht ganz im Zeichen der Entschleunigung. "Wir wollen zeigen, wie wichtig es ist, sich für das Wesentliche Zeit zu nehmen", sagt Christian Perkounig, Geschäftsführer von Bio-Austria-Kärnten. Den Gusto auf ein entschleunigtes Leben wecken die über 40 Direktvermarkter aus Österreich, Slowenien und Italien mit Bio-Spezialitäten.
Kärnten Vorzug geben
Sie bildeten gestern auch die perfekte Kulisse für Bio-Austria-Obmann Rudi Vierbauch und Wolfgang Kavalar, Marketing-Leiter der Kärntnermilch, um über die Anliegen der Bio-Milchbauern zu sprechen. "Die 40 Cent Milchpreis sind für die Biobauern zwar nicht existenzbedrohend aber eine große Herausforderung", so Vierbauch. Sein und Kavalars Appell: "Kärntner sollen heimischen Produkten den Vorzug geben." Denn nur der Kunde könne die Handelsketten steuern. "Derzeit ist es in Dubai leichter als in Kärnten ein Bio-plus-Produkt von Kärntnermilch zu kaufen", so Kavalar. Dabei ist bio durchaus gefragt. Davon kann man sich heute noch bis 15 Uhr am Neuen Platz bei einem ausgiebigen Bummel durch die Bio-Einkaufsmeile überzeugen.
Am Vormittag lohnt sich auch ein Abstecher in das Kommunikationszentrum. Dort finden verschiedene Workshops statt. Von 9.30 bis 10.30 Uhr informiert Erwin Jäger von Slow-Food-Carinthia über "Geschmackskultur". Mit einer Verkostung wird er etwa den Beweis erbringen, dass Milch nicht gleich Milch ist. Gleich im Anschluss, von 10.30 bis 12 Uhr, zeigen die Schüler und Lehrer der Fachschule Ehrental unter dem Titel "Tischkultur", wie sich ein Biertisch in eine festliche Tafel verwandeln lässt. Wen nach so viel Information der Hunger gepackt hat, der wird auf der Speisekarte des Freiluftrestaurants sicher fündig wer
den. Mit Bio-Hendl in Sesam-Panade, Gulasch vom Hochlandrind oder Lavant-Talern (vegetarische Laberln) gestärkt, setzt man die Erkundungstour gleich viel leichter fort. Vielleicht bleibt der eine oder andere beim Stand von Franz Gruber aus Ebene Reichenau stehen. Der Bergbauer bietet unter anderem ein Bad in seinem Almheu aus 100 verschiedenen Kräuter- und Gräserarten, Schnaps und Heukissen an. Frisch "Heu gebadet" könnte das Bett - und zwar das aus Zirbenholz des Tischlers Johann Freithofnig gleich daneben - locken.
Doch Zeit für ein Schläfchen blieb - zumindest gestern - nicht. Denn in der Bahnhofstraße konnte man beim Mobilitätstag alternative Verkehrsmittel testen. Nostalgisch war es am Heiligengeistplatz, dort feierten die Stadtwerke 100 Jahre Personen-Nahverkehr in Klagenfurt.
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Biofest am Neuen Platz
Freitag, 25. September: 7.00 bis 18.00 Uhr
Samstag, 26. September: 7.00 bis 15.00 Uhr
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