Auf dem Weg zur Käsestraße
Mit dem Projekt Steirische Milchstraße greift die Region Voitsberg und Deutschlandsberg nach den Sternen.

Foto © Steiermark Tourismus/Reinhard Lamm
Streng inhaltlich betrachtet müsste die steirische Milchstraße ja steirische Käsestraße heißen, denn die feste Ausbaustufe der Milch – eben der Käse – ist der eigentliche Protagonist dieses Vereins. Mit dieser Feststellung wird der Obmann des weststeirischen "Milky Ways", Erwin Dirnberger, nicht zum ersten Mal konfrontiert. "Als wir die Milchstraße vor einigen Jahren gegründet haben, war noch nicht ganz klar, wo letztlich der Schwerpunkt liegen würde – auf der Milch oder auf dem Käse." Ein weiteres Argument gegen die Käsestraße war, dass es selbige schon im Bregenzer Wald gibt – und man will ja auch namentlich einzigartig sei. Regionaler Einsatz. Was die Einstellung betrifft, ist man das auf jeden Fall: Mit großem Einsatz bewirtschaften Bäuerinnen und Bauern die Wiesen und Almen der Region Voitsberg. Das Ergebnis sind eine gepflegte Landschaft und gesunde bäuerliche Lebensmittel. Letztere werden von der Gastronomie, den heimischen Dorfwirten und den Buschenschankbetrieben mit viel Liebe zu kulinarischen Köstlichkeiten verarbeitet. Angeboten werden – wie eingangs erwähnt – vorwiegend Käseprodukte, allen voran Schnittkäse, aber auch einige Schimmel- und Frischkäsesorten –, Milch und Milchprodukte. Kommt die Käseakademie? In Planung ist derzeit die Steirische Akademie für Käsekultur Weststeiermark, die so was wie der Leitbetrieb der Steirischen Milchstraße werden soll. Den Sanktus des Bundesgestüts Piber, das mit der Akademie kooperieren will, und der Stadtgemeinde hat man bereits. Momentan fehlt für den für Sommer geplanten Baubeginn nur die Genehmigung der Bergbaubehörde.
Features
Käseherstellung
Milch als Ausgangsstoff. Die zur Käseherstellung benötigte
Milch muss "käsereitauglich" sein,
"Milchinhaltsstoffe" d. h. bestimmte
Eigenschaften aufweisen.
Milchsäure. DurchMilchsäurebakterien gerinnt
dieMilch und zeichnet sich durch
eine angenehme Säure aus. Die abgeschiedenen
festen Stoffe nennt
man Topfen. Topfen kann als
Frischkäse in den Handel gelangen;
wird jedoch weitergereift, entstehen
die diversen Sauermilchkäse.
Von der Käseharfe zur Trockenmasse
Bearbeitung der Feststoffe. Mit der "Käseharfe" wird der Bruch
zerkleinert. Die Gallerte wird dann
je nach Käsesorte grob- oder feinkörnig
"zerschnitten".
Brennen und Rühren. Der Käsebruch wird unter ständigem
Rühren so lange erwärmt, bis
er die gewünschte Festigkeit erreicht
hat. Die Molke (der flüssige
Bestandteil, das Käsewasser) fließt
dabei ab.
Formen und Pressen.
Die rohe Käsemasse (Bruch) wird in
Formen gepresst. Je härter der Käse
werden soll, desto stärker und öfter
wird er gepresst, damit ein hoher
Anteil an "Trockenmasse" entsteht.
Durch das Pressen fließt weiter
Molke ab.


















