Fleischverzicht könnte Klimawandel verlangsamen
Nutztiere sind laut einer japanischen Studie für ein Viertel aller Emissionen weltweit verantwortlich.

Foto © APA"Klima-Monster" Nutztier
Eine Reduzierung des Fleischkonsums könnte einer
Studie zufolge die globale Erwärmung verlangsamen. Der Grund sei,
dass dann weniger Nutztiere gehalten werden müssten, die das
Treibhausgas Methan ausstoßen, erklärten die Autoren eines Artikels
im Fachmagazin "The Lancet" am Donnerstag. Zum Verzehr bestimmte
Tiere sind demnach für fast ein Viertel aller Emissionen weltweit
verantwortlich. Weniger Nachfrage nach Fleisch sei "die einzige
wirkliche Alternative", erklärte einer der Autoren, John Powles von
der Cambridge University.
90 Gramm im Durchschnitt. Eine Verringerung des weltweiten Verzehrs von rotem Fleisch um zehn Prozent könnte der Studie zufolge die von Kühen, Schafen und
Ziegen verursachten Gase reduzieren. Während Konsumenten in
Industrienationen in der Regel rund 224 Gramm Fleisch pro Tag essen,
sind es in Afrika etwa 31 Gramm. Ein weltweiter Durchschnitt von 90
Gramm pro Tag würde verhindern, dass das produzierte Methan den
Klimawandel weiter beschleunige, sagte Powles.
Gut für den Körper. Damit verbunden seien auch positive Aspekte für die Gesundheit:
Einer Studie zufolge sinkt das Risiko für Dick- und Mastdarmkrebs
schätzungsweise um etwa ein Drittel, wenn der Konsum von rotem
Fleisch um 100 Gramm reduziert wird.
Features
Fakten
CO2 (Emissionen aus Verkehr und Industrie) ist weiterhin unbestritten der Hauptgrund für den Treibhauseffekt und den damit verbundenen Klimawandel.
Die Nummer Zwei unter den Klimagasen ist Methan (CH4). Wie CO2 ist es farb- und geruchslos und entsteht beim Stoffwechsel von Pflanzen und Tieren.












