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Zuletzt aktualisiert: 13.09.2007 um 09:37 Uhr

Fleischverzicht könnte Klimawandel verlangsamen

Nutztiere sind laut einer japanischen Studie für ein Viertel aller Emissionen weltweit verantwortlich.

"Klima-Monster" Nutztier

Foto © APA"Klima-Monster" Nutztier

Eine Reduzierung des Fleischkonsums könnte einer Studie zufolge die globale Erwärmung verlangsamen. Der Grund sei, dass dann weniger Nutztiere gehalten werden müssten, die das Treibhausgas Methan ausstoßen, erklärten die Autoren eines Artikels im Fachmagazin "The Lancet" am Donnerstag. Zum Verzehr bestimmte Tiere sind demnach für fast ein Viertel aller Emissionen weltweit verantwortlich. Weniger Nachfrage nach Fleisch sei "die einzige wirkliche Alternative", erklärte einer der Autoren, John Powles von der Cambridge University.

90 Gramm im Durchschnitt. Eine Verringerung des weltweiten Verzehrs von rotem Fleisch um zehn Prozent könnte der Studie zufolge die von Kühen, Schafen und Ziegen verursachten Gase reduzieren. Während Konsumenten in Industrienationen in der Regel rund 224 Gramm Fleisch pro Tag essen, sind es in Afrika etwa 31 Gramm. Ein weltweiter Durchschnitt von 90 Gramm pro Tag würde verhindern, dass das produzierte Methan den Klimawandel weiter beschleunige, sagte Powles.

Gut für den Körper. Damit verbunden seien auch positive Aspekte für die Gesundheit: Einer Studie zufolge sinkt das Risiko für Dick- und Mastdarmkrebs schätzungsweise um etwa ein Drittel, wenn der Konsum von rotem Fleisch um 100 Gramm reduziert wird.


Fakten

CO2 (Emissionen aus Verkehr und Industrie) ist weiterhin unbestritten der Hauptgrund für den Treibhauseffekt und den damit verbundenen Klimawandel.

Die Nummer Zwei unter den Klimagasen ist Methan (CH4). Wie CO2 ist es farb- und geruchslos und entsteht beim Stoffwechsel von Pflanzen und Tieren.

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