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Zuletzt aktualisiert: 01.06.2007 um 09:49 Uhr

Weltmilchtag: Österreichs Kuhbestand geht zurück

Erstmals soll es heuer in Österreich unter 2 Millionen Rinder geben. EU diskutiert Ende der Milchquote.

Gesund!

Foto © APAGesund!

Der Weltmilchtag steht heuer im Zeichen eines historischen Umbruchs: Auf der einen Seite wird derzeit innerhalb der EU intensiv über das Ende der Milchquoten nach dem Jahr 2014/15 diskutiert. Gleichzeitig ist der internationale Milchmarkt von einer zunehmenden Nachfrage und einem knappen Angebot gekennzeichnet, was zu steigenden Preisen auf der Erzeuger- und Konsumentenseite führt. Landwirtschaftskammerpräsident Gerhard Wlodkowski verlangte im Falle einer Abschaffung der Milchquoten Übergangsregelungen, um insbesondere die Milchproduktion im Berggebiet aufrechterhalten zu können.

Weniger Kühe. Der Kuhbestand hat sich in Österreich im Jahr 2006 weiter verringert. Während im Hochalpengebiet die Zahl der Kühe konstant blieb und sich in manchen Bezirken sogar vergrößert hat, nimmt der Bestand im Alpenvorland und am Alpenostrand ab. Zum Stichtag 01.12.2006 wurden in Österreich exakt 2,002.019 Rinder gezählt, davon 527.421 Milchkühe. Im Jahresvergleich sind die Rinderbestände zwar konstant geblieben, die Milchkuhbestände gingen jedoch um 1,3% zurück. Es wird erwartet, dass heuer erstmals weniger als 2 Millionen Rinder gehalten werden.

Heimische Milch in den Regalen. Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich nahem aus Anlass des Weltmilchtages die Milchregale näher unter die Lupe: Bei Frischmilch liegt der Österreich-Anteil am Regalsortiment zwischen 78% und 100%, wobei die Diskont-Handelskette mit 100% den höchten "Inländer"-Anteil aufweist. Die Preise für einen Liter Vollmilch bewegen sich bei Markenprodukten zwischen €0,95 (Schärdinger Vollmilch) und €1,09 ("A Faire Milch").

40 Cent für Bauern. Mit Veranstaltungen zum Weltmilchtag am 1. Juni in Wien, Graz, Linz, Klagenfurt und Salzburg wollen die als "Milchrebellen" bekannt gewordenen Aktivisten der IG Milch ihrer Forderung nach 40 Cent "Milchgeld" für die Bauern Nachdruck verleihen. Die Im vergangenen Juli hat die IG Milch "A faire Milch" im Handel platziert, diesen Mai folgte "A faires Joghurt". 10 Cent pro Liter verkaufter "fairer Milch" wandern auf ein Treuhandkonto, aus dem Milchbauern sozial gestützt und Aktionen finanziert werden.


Wertvolle Milch

Der Welt-Milch-Tag, Nahrungsmittel- und Landwirtschaftsorganisation FAO der Vereinten Nationen ins Leben gerufen, findet heuer nun schon zum siebten Mal statt.

In vielen Ländern ist der Konsum von Milchprodukten aufgrund des mangelhaften Zustands der Transporte und nichtvorhandener Möglichkeiten der Lagerung keine unbedingte Selbstverständlichkeit. Jedoch wird überall auf der Welt Milch als eine gute Quelle von sehr wichtigen Nährstoffen geschätzt.

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