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Zuletzt aktualisiert: 06.03.2007 um 16:18 Uhr

Bessere Burger für die Welt!

Ferran Adria bekocht das beste Restaurant der Welt. Und neuerdings auch eine Fastfood-Kette.

Sehr stylisch präsentiert sich Adrias Fast-Good-Lokal

Foto © Fast Good / PresseSehr stylisch präsentiert sich Adrias Fast-Good-Lokal

Härter kann ein Job als Rezeptionist kaum sein: Es gilt mehr als 400.000 Anmeldungsversuche pro Jahr abzuschmettern, denn nur 8000 Leute verköstigt Ferran Adria in seinem Restaurant "El Bulli" im Nordosten Spaniens.

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Foto © Fast Good / Presse

Ferran AdriaFoto © Fast Good / Presse

Algenkrokant & Co. Der unbedarfte Betrachter könnte meinen, da müsse es was gratis geben. Dabei kostet das Diner inklusive Getränken und Service um die 170 Euro. Und Extrawürstel werden sowieso nicht gebraten. Es gibt nur ein fixes Menü, ausgetüftelt in halbjähriger Klausur in Adrias Kochlabor im Herzen Barcelonas. Weswegen sein Restaurant auch nur sechs Monate lang geöffnet hat. Was wiederum die Plätze verknappt und den Druck auf den Mann am "El Bulli"-Telefon erhöht, weil die feinen Schmecker nicht genug kriegen können von Adrias Kreationen, von Algenkrokant und karamelisierten Entengrammeln, Gnocchi aus rosenparfumierter Luft in Estragonsuppe, Gemüsegelatine mit Holzkohlenöl (!). Adrias Küche ist nicht zum Sattmachen da, seine Gerichte sind Expeditionen in das Reich des Geschmacks. Nicht von ungefähr ist er der erste Koch, der in den hehrsten Tempel zeitgenössischer Kunst, auf die "documenta" in Kassel, eingeladen ist. Wenigstens kann sein armer Rezeptionist den hungrigen Horden nun endlich eine vernünftige Alternative vorschlagen: Er schickt sie einfach ins übernächste Fastfood-Lokal, denn dort kocht - Ferran Adria.

Sehr anständig. "Fast Good" heißt die junge Restaurantkette, die Adria gerade gemeinsam mit der spanischen "nh"-Hotelgruppe aufbaut: Der beste Koch der Welt hat nämlich keine Lust, wie die werte Kollegenschaft ein Kochbuch nach dem anderen zu schreiben oder reihenweise exquisite Dependancen in reichen Städten wie Hongkong oder Dubai zu eröffnen. Er findet nämlich, dass die Leute "anständiges Essen zu einem anständigen Preis" kriegem sollen, und deswegen schenkt er der Welt jetzt bessere Burger. Gut, geschenkt ist übertrieben: 5,50 Euro kostet ein Burger in den "Fast Good"-Restaurants, die in knalligem Grün und Pink gehalten sind. "Die Regel ist, dass wir hier nur Zutaten von der selben Qualität wie im El Bulli verwenden", sagt Adria.


Zur Person

  • Ferran Adria, geb. am 14. Mai 1962, begesitert in seinem Restaurant "El Bulli" mit Molekularküche
  • Fast Good gibt es in Madrid und Santiago, im Frühjahr eröffnen weitere Outlets in Madrid, Barcelona, Gran Canaria, Valencia

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