Keine Haube in Sichtweite
76 steirische Lokale wurden vom Gault Millau mit Hauben ausgezeichnet. Der einzige Bezirk, in dem sich auf der Karte keine Haubenküche findet, ist Voitsberg.

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Die gesamte Steiermark freut sich über viele Hauben für ihre Köche! Ganz Steiermark? Fast, denn der Bezirk Voitsberg zieht im Rennen um die begehrten Kochhauben den Kürzeren - und ist somit der einzige steirische Bezirk, in dem es kein einziges Lokal gibt, das mindestes eine von Gault Millau verliehene Haube verbuchen kann.
Warum das Gault-Millau-Team um Herausgeber Karl Hohenlohe keine Haube für die Lokale im Bezirk Voitsberg übrig hatte, ist nicht klar. Unter den regionalen Experten ist man sich aber sicher: Ein Urteil über die Qualität der weststeirischen Küche sei damit nicht gesprochen. "Wir hätten im Bezirk die Qualität und die Fähigkeiten, um da und dort mit einer Haube zu glänzen", ist sich etwa Tourismusobmann Harald Kalcher sicher. Davon ist auch Walter Prettenthaler vom Burgrestaurant Obervoitsberg überzeugt. Er war selbst von 2005 bis 2008 Haubenkoch, ehe er sich mit dem Umzug in die Burgruine neu orientierte.
Anforderungen gestiegen
"Eine Haube zu erkochen ist gar nicht so schwierig, eine Haube zu halten ist das Problem", so Prettenthaler. Wer einmal eine Haube habe, müsse jährlich das Niveau seiner Küche steigern und sich weiterentwickeln. "Das ist ein Riesenaufwand, den man sich leisten können muss." Es sei eben auch eine Frage, mit welchem Geschäftsmodell man mehr Erfolg habe - mit oder ohne Haube.
Das Einzugsgebiet sei zu klein, meint wiederum Manfred Prettenthaler vom Gasthaus "Zur Alten Post" und Spartensprecher für Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer. Zudem biete Graz mit seiner Gastrolandschaft große Konkurrenz. "Man spürt aber, dass durch die derzeitige Tourismusarbeit die Nachfrage nach einem Haubenlokal mehr wird. Und ich glaube, in den nächsten Jahren wird sich in Sachen Haubenküche in unserem Bezirk etwas tun."













