Kälteschäden kosten die Erdbeerbauern halbe Ernte
Genüber dem Vorjahr rechnen die Produzenten mit einem Ernteausfall von 50 Prozent. Die Steiermark ist dennoch der drittgrößte Erdbeer-Produzent Österreichs.

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GRAZ. Etwas später als im Vorjahr hat in Österreich die Erdbeerernte begonnen. Schuld am späteren Zeitpunkt sind die niedrigen Temperaturen zu den Eisheiligen, die Mitte Mai viele Pflanzen abfrieren ließen. In der Steiermark wird gegenüber 2011 ein Ernteausfall von 50 Prozent erwartet. Rosemarie Wilhelm von der Landwirtschaftskammer: "Auf zwei Drittel der steirischen Anbauflächen sind mittlere bis schwere Frostschäden aufgetreten." Eine Erklärung auch dafür, dass Erdbeeren heuer teurer geworden sind.
14.200 Tonnen Erdbeeren wurden im Vorjahr österreichweit erwerbsmäßig produziert. Die Steiermark baut auf einer Anbaufläche von 150 Hektar 2700 Tonnen Erdbeeren an und ist damit nach Nieder- und Oberösterreich drittgrößter Produzent.
Die Erdbeere - die keine Beere, sondern eine Sammelnussfrucht ist - gehört übrigens zu den Lieblingsobstsorten der Österreicher. Im Durchschnitt werden in der Alpenrepublik pro Kopf und Jahr vier Kilo Erdbeeren vernascht, was sich beim hohen Vitamin-C-Gehalt der süßen Frucht und den wenigen Kalorien nur günstig auswirken kann. Wilhelm, die sich für die Erdbeeren in den kommenden Tagen sonniges und warmes Wetter wünscht: "Bei uns haben sie den typischen Erdbeergeschmack. Mir persönlich sind Erdbeeren aus südlicheren Ländern zu wässrig."
THOMAS KUHELNIK













