Wurstproben: Ein Viertel war schlecht
Die Kärntner Arbeiterkammer ließ 39 Proben geschnittener und abgepackter Wurstsorten aus Klagenfurter Supermärkten untersuchen. Ein Viertel der Ware war nicht in Ordnung.

Foto © EggenbergerDas Untersuchungsergebnis so mancher Wurstprobe kann dem Konsumenten ganz schön den Appetit verderben. Geprüft wurden 39 Sorten kurz vor Ablauf der Mindesthaltbarkeit
Im wahrsten Sinne um die Wurst ging es beim jüngsten Lebensmitteltest der Arbeiterkammer Kärnten. In Klagenfurter Supermärkten wurden 39 Proben geschnittener und abgepackter Wurstwaren gezogen. Dabei handelte es sich um sogenannte Brühwurstsorten, also hitzebehandelte Extrawurst, Krakauer, Leberkäse, Mortadella, Polnische oder Schinken. Die Proben wurden von der Kärntner Lebensmitteluntersuchungsanstalt mikrobiologisch untersucht. Auch auf Geruch und Geschmack legten die Experten großen Wert. Alle Produkte wurden kurz vor dem auf der Verpackung angegebenen Ablaufdatum getestet.
Das Ergebnis ist alles andere als zufriedenstellend und kann dem Konsumenten leicht den Appetit verderben. Lediglich 24 der getesteten Produkte waren völlig in Ordnung. "Fünf weitere Proben lagen hinsichtlich verschiedener mikrobiologischer Parameter zwar über den Richtwerten, allerdings so gering, dass sie nicht zu beanstanden waren", sagt die Leiterin der AK-Konsumentenschutzabteilung, Susanne Kalensky. Ingesamt zehn Proben - und das sind immerhin 25,6 Prozent - wurden als "wertgemindert" eingestuft. Acht dieser Proben wiesen am Tag des Ablaufs der Mindesthaltbarkeit eine stark erhöhte Anzahl an Keimen und Milchsäurebakterien auf. In einem dieser Produkte fiel den Lebensmitteluntersuchern zusätzlich ein erhöhter Bakteriengehalt auf, der auf mangelnde Hygiene bei der Verpackung hinwies. Geruch und Geschmack waren bei diesen Wurstsorten noch in Ordnung.
Bei zwei Produkten kamen die Fachleute zum Schluss, dass sie für den Verzehr durch Menschen überhaupt nicht mehr geeignet waren. Sie wiesen nicht nur einen stark erhöhten Wert an Keimen und Milchsäurebakterien auf, sondern fielen auch bei Geruch und Geschmack negativ auf.
Die AK appelliert an Hersteller und Handelsketten, die diese Produkte vertreiben, strengere Kontrollen durchzuführen. "Teilweise müssen auch die Mindesthaltbarkeitsfristen verkürzt werden", betont Kalensky. Kunden sollten möglichst frische Ware kaufen und diese auch möglichst rasch verbrauchen.
Features
Zum Nachschauen
Brühwurst. Bei Wurstwaren, die vor dem Abpacken durch Erhitzen haltbar gemacht wurden, sprechen Lebensmittelexperten von Brühwurst. Die Wurstarten werden durch Brühen, Braten oder Backen hitzebehandelt.
Die Ware wurde in der Lebensmitteluntersuchungsanstalt Kärnten untersucht.
Die Liste aller AK-Test-Produkte und Geschäfte findet man unter www.kaerntenarbeiterkammer.at.












