Markenartikel überdurchschnittlich verteuert
Seit im Jahr 2002 der Euro eingeführt wurde, sind vor allem die Preise von Markenprodukten stark gestiegen. Das ergab ein AK-Preistest in elf Handelsketten für Lebensmittel und Drogeriewaren.

Foto © Erwin Scheriau
Lebensmittelpreise von Markenherstellern sind in den vergangenen zehn Jahren überdurchschnittlich stark gestiegen. Die steirische Arbeiterkammer stöberte in den Regalen von acht Lebensmittelketten und drei Drogeriemärkten nach den Preis treibenden Produkten und verglich die Waren mit dem Preis seit der Euroeinführung im Jahr 2002. In diesem Zeitraum beträgt die kumulierte Inflationsrate 21,6 Prozent. Erhoben wurden 476 Produkte.
Weniger Inhalt
AK-Expertin Daniela Premitzer verweist zudem auf eine gängige Tarnmethode, Produkte durch weniger Inhalt zu verteuern. Bei mehr als 100 Produkten (22 Prozent) habe sich der Packungsinhalt geändert.
Die größten Preissprünge gab es bei Kaffee und Kakao (53,5 Prozent), Süßwaren (46 Prozent) und Getränken (36 Prozent). Deutlich über der Inflationsrate lagen auch die Preissteigerungen bei Dauerwaren wie Mehl (32 Prozent), Gebäck (32 Prozent), Milchprodukten (29 Prozent), Gewürzen (26 Prozent) und Tiefkühlwaren (24 Prozent).
"Die Handelsketten betreiben einen Preiskampf vor allem über Eigenmarken, deren Preise gleich geblieben oder billiger geworden sind.“ Einzelne Marken, wie Milka und Nivea, fielen mit enormen Preissprüngen von 64 bis 66 Prozent auf. Kontrolliert wurden beim Mix aus Lebensmitteln und Hygieneartikeln (Seife, Zahnpasta, Toilettenpapier, Waschmittel) die Preise z. B. von Zucker, Essig, Butter, Joghurt, Schlagobers, Eier, bestimmte Süß- und Tiefkühlwaren sowie diverse Getränke.












