Rudolf Buchbinder zum "GenussBotschafter" gekürt
Er ist einer der besten Pianisten der Welt, und zugleich auch ein passionierter Koch. "Essen und Trinken ist auch eine Kunst, die es lohnt zu erlernen", sagt Rudolf Buchbinder.
Quelle © APA Pianist Buchbinder ist "GenussBotschafter"
Rudolf Buchbinder zählt zu den besten Pianisten der Welt, doch auch auf dem Gebiet der Kulinarik scheint der 64-Jährige bewandert zu sein. Die "Beste Österreichische Gastlichkeit" (BÖG) zeichnete Buchbinder am Dienstag in Wien zum "Kulinarischen GenussBotschafter 2011" aus. "Essen und Trinken ist auch eine Kunst, die es lohnt zu erlernen", wie er im APA-Gespräch erklärte.
Österreich könne sehr stolz sein auf seine lukullischen Genüsse: "Zu einem Grünen Veltliner greife ich sehr gerne, aber auch Palatschinken, Germknödel oder ein Wiener Schnitzel schmecken wirklich sehr gut." Buchbinder, der bereits die ganze Welt bereist hat, fand aber auch kritische Worte: "Die Naturalien sind überall gleich, aber weltweit versucht man sich mit Kochsünden zu übertreffen." Allen voran die amerikanische und die britische Küche kamen beim Intendanten des Musik-Festivals Grafenegg schlecht weg, aber auch "mit Soßen kann man ganze Speisen ruinieren, und das verstehen die Deutschen besonders gut".
Richtige Dosierung
Stolz zeigte er sich über die Kochkünste seiner Frau Agnes: "Sie bereitet noch immer für 18 Personen ein Fünf-Gänge-Menü." Unverständlich finde Buchbinder jedoch die Entwicklung bei Wohnungen, wo die Küche immer mehr ins Wohnzimmer wandere: "Bei großen Essen soll ja das Personal nicht im selben Raum sein."
Überreicht bekam der Pianist die Auszeichnung von Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (beide V). Koch und Präsident des BÖG, Toni Mörwald, bat die Gäste in gesundheitsbewussten Zeiten wie diesen "die Beziehung zu Fett, Zucker und Alkohol nicht gänzlich zu kappen". Nur auf die richtige Dosierung komme es an.
Der Moderator der Veranstaltung, Christoph Wagner-Trenkwitz, meinte, dass die echte Herausforderung des Lebens sei, "auch einen Zahnarztbesuch oder eine Straßenbahnfahrt genießen zu können". Als Henkersmahlzeit würde er sich ein Blunzengröstl aussuchen, denn "mit dem auf der Zunge möchte ich die Augen schließen".












